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Motorsport: Fanta-4-Frontmann Smudo setzt beim Fahrspaß voll auf nachhaltige Mobilität

Der Rapper und Rennfahrer Smudo, sein Rennstall Four Motors um Teamchef und Ex-DTM-Profi Thomas von Löwis, Porsche Motorsport und das Fraunhofer WKI setzen in dieser Motorsport-Saison auf Bio-Leichtbauteile. Diese bestehen aus Biofaserverbünden und werden aktuell im Porsche Cayman GT4 Clubsport getestet. Erste Biotüren wurden beim legendären 24-Stunden-Rennen am Nürburgring einem Härtetest unterzogen.

Innovation muss heutzutage in besonderem Maße Ökologie und Effizienz im Auge behalten. Das gilt vor allem für die Automobilindustrie, die derzeit eine Vertrauenskrise durchmacht“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO. Sein Unternehmen habe sich daher bewusst zu einem Sponsoring des Rennstalls von Four Motors http://www.fourmotors.com entschieden, weil ihn das Konzept total überzeugt habe. „Das Sponsoring passt zu CENTOMO. Denn wir sind aktuell der einzige Personaldienstleister in Deutschland mit dem klaren Fokus auf die Mobilität der Zukunft.“

Bei Four Motors gilt die Devise: Nachhaltigkeit im Motorsport rockt, ist modern und wahnsinnig aufregend. „Schnell mal was für die Umwelt tun“ könnte das Motto des Fanta-4-Sängers Smudo sein, der mit seinem Team „CARE FOR CLIMATE®“ mit einem umweltschonenden 385-PS-Porsche bei Langstreckenrennen an den Start geht http://www.bild.de/sport/motorsport/smudo/macht-bio-motorsport-53459592.bild.html.

„Gerade in der aktuellen Situation finde ich dieses gemeinsame Projekt von Smudo und Tom von Löwis sowie ihren Partnern extrem ermutigend. Es ist eben keine Eintagsfliege oder ein PR-Gag, wenn sie einen Porsche Cayman GT4 Clubsport am Nürburgring testen. Denn die Kooperation von Smudo und Tom geht ja bereits auf das Jahr 2003 zurück. Seit rund 14 Jahren setzt das Team verschiedene Rennwagen mit Biokraftstoffen, Karosserieleichtbauteilen aus nachwachsenden Rohstoffen sowie seit dem vergangenen Jahr auch mit reraffinierten Ölen ein“, so Zondler.

Der CENTOMO-Chef grenzt sich ab von rein rückwärtsgewandten Diskussionen. So sei es wenig hilfreich, den Kopf in den Sand zu stecken und auf ewige Zeiten am Verbrennungsmotor festzuhalten. „Autofahren soll auch in Zukunft Spaß machen. Diesen Fahrspaß verbindet man mit dem Motorsport. Aber das Beispiel von Smudo und Four Motors zeigt auch: Spaß, Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und neue Technologien sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich perfekt. Was könnte moderner und innovativer sein, als nachhaltige Mobilität auf Serienreife hin zu testen? Dafür braucht es authentische Botschafter wie Smudo und Tom von Löwis.“

Gegenüber der „Bild“-Zeitung machte Smudo deutlich, dass er dieses Modell auch als wegweisend für die deutsche Automobilindustrie ansieht: „Mit neuer, effizienter Technologie nach vorne zu gehen und Weltmarktführer zu werden, ist die einzige Rettung für unsere Autoindustrie. Und vor allem ist Klimaschutz modern und aufregend.“

Ist die Präsenzkultur ein aussterbender Dinosaurier?

Ist die Präsenzkultur ein Relikt der alten Arbeitswelt? Ist die „Vertrauensarbeit“, die auf eine genaue Zeiterfassung verzichtet, DAS Modell für die Arbeitswelt 4.0? Auf den ersten Blick hat ein Patentrezept mehr Sex-Appeal als eine differenzierte Lösung. Doch in der realen Arbeitswelt fährt man mit Sowohl-als-auch-Modellen oft besser als mit einer Fixierung auf ein bestimmtes Modell, meint der Stuttgarter Personalexperte Michael Zondler.

 Für den Ex-Telekom-Vorstand Thomas Sattelberger ist es ganz einfach. Die Normalarbeit sieht er als einschnürendes Korsett. Kreativität und Innovation bräuchten Freiräume statt Präsenzkultur und hierarchische Strukturen. In einem Aufsatz für die Wochenzeitung „Die Zeit“ plädiert der FPD-Politiker denn auch folgerichtig für eine experimentelle Führungskultur. Hierzu gehöre ein modernisiertes Arbeitszeitgesetz mit Öffnungsklauseln für digitale Arbeit – „sodass sich Arbeitszeit und Arbeitsort eigenverantwortlich festlegen oder auf Augenhöhe verhandeln lassen“. Außerdem ist Sattelberger für den Abschied von der Fünf-Tage-Woche mit Acht-Stunden-Tagen sowie die Anpassung sämtlicher Reglementierungen für Werksverträge und Zeitarbeit, „sodass innovative Freelance-Arbeit wieder möglich ist“.

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ war allerdings jüngst unter der Überschrift „Tour durchs Valley“ zu lesen, dass im Silicon Valley gerade eine Gegenbewegung einsetze. Es gäbe eine „neue Präsenzkultur“. Die meisten Unternehmen und Entwicklungsstandorte legten wieder sehr viel Wert auf persönliche Kommunikation, eine enge Zusammenarbeit im lokalen Team vor Ort sowie den Austausch und die Vernetzung auf dem Campus. Die Unternehmen gäben sich allerdings große Mühe, „das Arbeitsumfeld reizvoll zu gestalten“.

„Büroarbeit ist nicht per se schlecht und das Home Office nicht prinzipiell gut. Hier gibt es keinen Königsweg. Wenn das Arbeitsklima schlecht, das Büro lieblos gestaltet und die Führungskultur im Unternehmen schlecht ist, kann Präsenzkultur der reine Horror sein. Andererseits kann auch ein Vertrag mit einer Vertrauensarbeitszeit seine Schattenseiten haben und zur Ausbeutung führen, wenn der Vorgesetzte dann letztlich eine permanente Erreichbarkeit voraussetzt und der Arbeitsdruck immens wird“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens CENTOMO.

Zondler zufolge gäbe es auch bei den Beschäftigten unterschiedliche Bedürfnisse. Der eine arbeitet am liebsten im Einzelbüro, der andere im Home Office oder Café. Und längst nicht alle seien Fans flexibler Arbeitsmodelle, weil sie diese mit Mehrarbeit assoziierten. Voraussetzung für das Gelingen oder auch Nebeneinander beider Modelle sei ein offener und ergebnisorientierter Führungsstil.

„Ich hatte vor kurzem ein Personalgespräch mit einer hochqualifizierten jungen Frau, die täglich rund 30 Kilometer zu ihrem Arbeitgeber nach Stuttgart fahren musste. Teilweise hat sie für einen Weg 1,5 Stunden gebraucht. Als junge Mutter war dies für sie auf Dauer nicht darstellbar. Sie hat daher bei einem renommierten Arbeitgeber gekündigt. So etwas darf eigentlich nicht passieren. Eine kluge Personalpolitik hätte dafür sorgen müssen, dass die junge Frau ihrem Unternehmen weiterhin die ‚Treue‘ halten kann. Doch mit einer starren Präsenzkultur wurde ihr dies unmöglich gemacht“, so Zondler.

Trotz „Dieselgate“ und Fahrverboten: Verbraucher werden von der Mobilitätswende profitieren

Angela Merkels Auftritt auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) ist missglückt. Zu diesem Befund kommt jedenfalls Antje Höning in der „Rheinischen Post“. Die Kanzlerin habe die Chance, die „Konzern-Chefs in die Pflicht zu nehmen und dem Wahlvolk die automobile Zukunft zu skizzieren“, vertan. Während Merkels Messerundgang war die Branche bestrebt, die Zukunft der deutschen Schlüsselbranche zu präsentieren. „Also zeigen die Aussteller fast ausschließlich Exponate, die sich um Elektromobilität drehen, um Digitalisierung oder um Mobilitätsdienstleistungen“, so die FAZ.

„Ich bin froh, wenn die Debatte über die automobile Gegenwart und Zukunft nicht mehr vom Bundestagswahlkampf geprägt sein wird. Ab dem 25. September gibt es hoffentlich wieder eine inhaltliche und sachliche Auseinandersetzung“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer von CENTOMO recruitment & interim https://www.centomo.de.

„Dieselgate und die Diskussion um Fahrverbote mögen zunächst eine ganze Schlüsselindustrie und auch die Verbraucher aufgeschreckt haben. Doch die Kunden werden profitieren. Aufgrund der breiten Berichterstattung über Manipulationen ist mehr Transparenz bei Themen wie Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen eingekehrt. Ein „Weiter so“ kann es für die Konzerne nun nicht mehr geben. Und auch der Wettbewerb unter den Autobauern im Bereich der Digitalisierung und der alternativen Antriebe bringt Vorteile für die Kunden“, so Zondler.

Assistenzsysteme, die heute weitestgehend noch Premium-Pkws vorbehalten seien, würden nach und nach den Massenmarkt erobern, das Autofahren sicherer und bequemer machen, schreibt das Nachrichtenmagazin „Focus“. „Mögen Vorstände und Politiker an der Mobilitätswende verzweifeln – die Verbraucher profitieren davon.“

Und auch für die Mitarbeiter sieht der Personalexperte Zondler, der insbesondere mit Automobilzulieferern zusammenarbeitet, nicht schwarz. Er verweist auf eine aktuelle Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, wonach die Digitalisierung den Job-Schwund der Autobranche bremsen könne http://www.ifa-info.de/de/site/content/home/. Der Umstieg auf Elektroautos werde in den kommenden Jahren zwar zehntausende Arbeitsplätze in der Automobilindustrie kosten – die gleichzeitig stattfindende Digitalisierung könne den Verlust aber in großen Teilen wieder auffangen.

Milagros Caiña Carreiro-Andree, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin bei BMW, erklärte denn auch beim jährlichen Treffen der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP), dass sich die Wertschöpfung in der Automobilindustrie in Richtung Software verschiebe. Die Digitalisierung sei für die Branche so einschneidend wie die Ablösung der Pferdekutsche durch den Motorwagen. Bei BMW würden mittlerweile genauso viele IT-Spezialisten eingestellt wie Maschinenbauer.

Für Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und einer der Väter des E-Governments in Deutschland, ist das Auto der Zukunft eher ein „iPhone auf Rädern“. Die Dieseldebatte sei zwar gut und wichtig, dürfe aber das größere Mobilitätsziel nicht vergessen machen. „Die Arbeit am autonomen Auto der Zukunft muss auf Hochtouren laufen“, so Habbel in der Zeitschrift „Kommunal“. Bei der künstlichen Intelligenz hätten die Deutschen international betrachtet zwar viel zu bieten, leider aber nicht im Bereich der Anwendungen. Während in den deutschen Mittelklassewagen Sitzpositionen individuell gespeichert werden könnten, sei Tesla mit dem E-Auto schon wesentlich weiter. Das Navigationsgerät lasse es zu, das Auto ständig mit der Cloud zu verbinden und jedem Fahrer seine individuelle Fahrerkonfiguration online zur Verfügung zu stellen, die zum Beispiel das generelle Fahrverhalten auswerte. Mit diesen Daten würden dann unter anderem der Batterieverbrauch gesteuert, Stromtankstellen reserviert und die Interaktion mit anderen Verkehrsträgern wie ÖPNV und Bahn, aber auch Parkplatzbetreibern sichergestellt: „Die neue Mobilität wird von Daten getrieben.“

Weg vom Autohaus auf der grünen Wiese – Wie man in Shopping Centern wieder Lust aufs Auto wecken kann

Die Autoindustrie muss sich etwas einfallen lassen. Die Autos auf Deutschlands Straßen werden immer älter (im Schnitt 9,3 Jahre). Und auch das Alter der Kunden steigt, wie eine Studie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen https://www.uni-due.de/car/ zeigt: Der klassische Neuwagenkäufer ist heute knapp 53 Jahre alt – 1995 war er erst gut 46. „Keine Lust auf Auto“ titelt der Berliner Tagesspiegel provokativ und zitiert CAR-Leiter Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer: „Die jungen Leute verlieren die Lust am eigenen Auto. Der Vertrieb läuft in den alten Bahnen, das Autohaus sitzt im Gewerbegebiet, Internet ist etwas für die freien Online-Börsen, die Automessen der Welt zeigen die bekannten Konzepte.“

„Manchmal frage ich mich auch, was die ganzen Vermarktungsstrategen der traditionellen Autohersteller eigentlich beruflich machen“, kommentiert der Personalexperte Michael Zondler ironisch. „Man muss die potenziellen Kunden da abholen, wo sie hingehen. Und da ist es nun einmal Fakt, dass ein nüchtern wirkendes 08/15-Autohaus an irgendwelchen Einfallstraßen oder auf der grünen Wiese sehr wenig Sex-Appeal verströmt.“

Zondler, Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungshauses CENTOMO https://www.centomo.de, nennt andere Wege, die ein Marktplatz der Zukunft sein könnten. Die Marken Tesla und Opel gehen beispielsweise in Shopping-Center der ECE http://www.ece.de/presse/pressemeldungen/details-1/?tx_news_pi1[news]=466&tx_news_pi1[controller]=News&cHash=e805008f2f3b942cc77807c2456ed5bc. Seit Mitte August präsentiert der US-amerikanische E-Auto-Hersteller Tesla seine Modelle S (Limousine) und X (SUV) sowie das interaktive Tesla Design Studio. Im Store können Probefahrten vereinbart werden, im Parkhaus gibt es mehrere Tesla-Ladesäulen. Und Opel hat am 01. September einen Store im Stuttgarter Einkaufszentrum Milaneo eröffnet. In dem Store sind zwei bis drei Fahrzeuge ausgestellt. Zudem können sich Kunden ihr Wunschauto digital konfigurieren. Die vorkonfigurierten Autos können dann vor Ort oder zuhause über den Online-Shop bestellt werden. Für die Probefahrten stehen Testfahrzeuge auf dem Parkdeck zur Verfügung.

 

„Kunden, die seit 30 Jahren auf Opel schwören, werden vielleicht weiter ins Autohaus ihres Vertrauens ins Gewerbegebiet fahren. Doch diejenigen, die vielleicht noch nie in einem Auto dieser Marke gesessen und auf TV- und Print-Werbung nicht ansprechen, kommen vielleicht in einem Einkaufszentrum auf den Geschmack. Es ist daher eine clevere Idee, ein Auto da zu präsentieren, wo die Menschen flanieren, kommunizieren etc. Mit ein oder zwei sexy Modellen können Hersteller ihre Marke dort abseits vom Produkt in Sezen setzen – nämlich als Lifestyle-Marke mit Materialien, Feeling, Musik, Leuten, Apps, Connectivity, Zusatzangeboten wie Travel, Accessoires, Events und so weiter“, so Zondler. „Im Shopping Center in der City erschließe ich neue Käufergruppen!“

„Am Beispiel von Tesla und Stuttgart kann ich das aus eigener Erfahrung berichten, wie man mit coolen Ideen wieder Lust aufs Auto schaffen kann. Tesla hat in prominenter Lage im neueröffneten Dorotheen Quartier https://www.dorotheen-quartier.de/  eine Top-Fläche ergattert – am Wochenende ist da die Hölle los, während in den Palästen an den Ausfallstraßen ein paar wenige – ohnehin Markentreue unterwegs sind.“

Führung macht Spaß – Führungskräfte sollten durch Vorbild überzeugen- statt zu lamentieren

Das Manager-Magazin schlägt Alarm: Dem Land drohe eine „Topmanager-Knappheit“. Im Bereich des oberen Managements soll es schon im Jahr 2020 etwa 3,3 Prozent weniger geeignete Führungskräfte als benötigt geben. Bis 2030 werde sich diese Lücke sogar auf 7,6 Prozent erhöhen, bevor sie im Jahr 2035 schon bei 8,6 Prozent liege, so die Zeitschrift unter Bezug auf eine aktuelle Prognos-Studie http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/fachkraeftemangel-erreicht-topetagen-in-unternehmen-a-1165220.html.

Einen Hauptgrund für den drohenden Mangel an Fachkräften aller Art sehen die Zukunftsforscher in der zunehmenden Überalterung der deutschen Gesellschaft. Allerdings komme bei dem prognostizierten Topmanager-Mangel hinzu, dass junge Deutsche kaum noch Führungsverantwortung anstrebten. So wollten 87 Prozent der 20- bis 34-Jährigen nicht in die Top-Etage aufstreben und beispielsweise Geschäftsführer werden, wie eine Umfrage des Personaldienstleister Manpower zeige. Nur sechs Prozent hätten es sich zum Ziel gesetzt, einmal eine eigene Firma zu besitzen und zu führen. In Mexiko strebten hingegen 41 Prozent der jungen Leute eine Führungsrolle an, in Frankreich seien es immerhin noch 29 Prozent.

„Bei solchen Studien ist immer eine gewisse Vorsicht angebracht. Der Vergleich mit der angeblich wesentlich besseren Situation in Mexiko mutet ein wenig wie der Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen an. Auch beim Vergleich mit Frankreich bin ich skeptisch, da die deutsche Wirtschaft sich derzeit doch wesentlich dynamischer entwickelt als die französische. Nicht jeder, der Führungskraft werden will, hat überdies die Befähigung dazu.“ Mit diesen Worten relativiert der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de, den Bericht des Manager-Magazins.

Die Studie habe aber durchaus das Zeug zum Denkanstoß. „Es ist richtig, dass mit dieser Studie darauf hingewiesen wird, wie wichtig Unternehmer, leitende Angestellte, angestellte Manager oder Mittelständler für unsere Wirtschaft sind. Wir sind auf Top-Führungskräfte angewiesen, die Verantwortung übernehmen“, so Zondler.

Falls Studien ergäben, dass junge Deutsche keine Lust auf Führungsverantwortung hätten, dann müsse man gegensteuern. „Zunächst muss die Frage gestellt werden, warum das so ist. Vielleicht haben ja auch viele ein falsches Bild von dem, was Manager leisten und wie ihr Arbeitsalltag aussieht. Als Führungskraft und Manager hat man viele Vorteile. Man kann seine eigene Agenda bestimmen, man kann selbstbestimmt arbeiten und gestalten. Und das Gehalt ist in der Regel auch nicht schlecht“, so der CENTOMO-Geschäftsführer.

Es sei in der Tat so, dass in manchen Konzernen eine Art Gruppenzwang herrsche. Arbeiten bis spät in die Nacht, kaum Wochenenden und Urlaub und Meetings am Wochenende würden dort oftmals als Tugenden dargestellt. „Dabei könnte man auch mal die Frage stellen, ob ein Manager das eigene Zeitmanagement im Griff hat, wenn er nachts um 23 Uhr noch Mails an die Mitarbeiter schreibt. Führungspositionen sind kein Sprint, sondern ein Marathon. Man muss zusehen, dass der Akku nicht leer läuft. Aus meiner eigenen Arbeit weiß ich, dass man durchaus erfolgreich sein und wachsen kann, auch wenn man nicht jede Woche 80 Stunden arbeitet und Wert darauf legt, dass es auch ein vernünftiges Leben neben dem Job gibt“, so Zondler.

In den Medien werde oft ein Zerrbild von Unternehmern gezeichnet. Dagegen könne man wenig unternehmen. Aber man könne als Führungskraft durchaus durch eine gewisse Vorbildfunktion junge Leute begeistern. „Warum sollte es in mittelständischen Unternehmen und Konzernen nicht eine wöchentliche Sprechstunde der Führungskräfte geben, zu der junge Mitarbeiter und solche, die sich weiter entwickeln wollen, ganz ungezwungen gehen könnten, um sich inspirieren zu lassen und sich Rat zu holen? Schließlich gibt es ja kein festes Berufsziel Manager oder Führungskraft, dafür aber jede Menge Vorurteile, dass es den Bossen nur um Kohle und Kungeleien gehe und man kaum eine freie Minute habe. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Führung macht Spaß. Dies möchte ich auch meinen Mitarbeitern vermitteln. Das geht aber nur, wenn sich Manager nicht abschotten, sondern offen auf ihre Mitarbeiter zugehen“, so Zondler.

Autoindustrie muss Lehren aus dem Abgasskandal ziehen – Führungsverhalten und Kommunikation auf dem Prüfstand

Deutschlands Automanager stehen unter Feuer. In Politik und Publizistik überwiegen die Stimmen, die an Dieter Zetsche von Daimler, Harald Krüger von BMW und Matthias Müller von Volkswagen kein gutes Haar lassen. Während es von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nur dröhnendes Schweigen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des „Diesel-Skandals“ gibt, hat Bundesjustizminister Heiko Maas den deutschen Automanagern nun geraten, auf Boni zu verzichten – als Zeichen der Demut, wie dpa berichtet.

„Ein solcher Appell an die finanzielle Bescheidenheit der Bosse wird in Wahlkampfzeiten sicher gut ankommen. Mit Demut allein kommt die Autoindustrie aber nicht aus ihrem teilweise selbst herbeigeführten Schlamassel heraus“, kommentiert Michael Zondler, dessen Beratungsunternehmen CENTOMO https://www.centomo.de stark mit der Automobilindustrie verbunden ist.

„Wir Menschen neigen dazu, immer ein paar Schurken oder Übeltäter dingfest machen zu wollen. Indem ein Problem personalisiert wird, wird es für die Menschen leichter fasslich. Das Verhalten einiger Konzerne der Autoindustrie in der letzten Zeit hat in der Tat ein eklatantes Führungs- und Personalproblem offenbart. Der so genannte Abgasskandal ist aber von einer solch großen Tragweite, dass er nicht das Werk von einigen wenigen Managern ist. Allerdings sind Manager auch immer Vorbilder. Und hier haben durchaus einige versagt, weil an Eliten  – ob sie nun aus der Wirtschaft oder aus der Politik kommen – immer ein besonders hohes Maß angelegt wird. Dessen waren sich einige Auto-Bosse in ihrer Technikverliebtheit und auch im Wissen darum, welch wichtigen Beitrag ihre Industrie für den Wohlstand nicht nur dieses Landes leistet, nicht hinreichend bewusst“, so Zondler.

Zondler hat keine Zweifel daran, dass die deutsche Autoindustrie technisch gesehen gut für die Zukunft gerüstet ist. Doch an ihrem Verhalten und an ihrer Kommunikation müsse sich einiges ändern. Dies sieht auch NZZ-Kolumnist Gerhard Schwarz so https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/abgasskandal-totengraeber-der-marktwirtschaft-ld.1309253. Nur freiwilliges vorbildliches Verhalten in den Spitzenpositionen der Wirtschaft könne Vertrauen und Glaubwürdigkeit wieder zurückerobern. Er verweist auf den Volkswirtschaftsprofessor Hugo Sieber (1911-1990), nach dessen Worten der Wohlstand und die liberale Ordnung nicht so sehr von den Gegnern des marktwirtschaftlichen Systems – also den „Linken“ – gefährdet würden: „Bedrohlicher seien jene, die in hohem Maße von der Existenz freier Märkte profitierten, aber mit ihrem Verhalten die freie Marktwirtschaft in den Augen der Öffentlichkeit diskreditierten. Sieber nannte diese Unternehmensführer wortgewaltig ‚Totengräber‘ des Systems.“

„Wir können es uns aber nicht leisten, dass die deutschen Premiumhersteller irreparablen Schaden erleiden“, so Zondler. „In den Konzernen dürfen aber nicht mehr nur die Techniker und Ingenieure den Ton angeben, die manchmal einen Tunnelblick haben. Die Konzerne brauchen Top-Talente in Sachen Kommunikation und Überzeugungskraft. Nur so kann man den Ausweg aus dem Abgasskandal finden, und nur so lassen sich die Bürger, die ja auch Konsumenten sind, von der Mobilität der Zukunft, nämlich zum Beispiel dem autonomen Fahren, überzeugen.“

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