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KOMMT JETZT DIE ROBOTERSTEUER?

WAS PASSIERT EIGENTLICH , WENN MILLIONEN ARBEITSPLÄTZE SCHRITTWEISE VON KI UND ROBOTERN ÜBERNOMMEN WERDEN?

Heute ist die Logik relativ simpel: Ein Unternehmen beschäftigt einen Menschen und zahlt Gehalt, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Unfallversicherung und gegebenenfalls weitere lohnbezogene Abgaben. Der Beschäftigte zahlt Einkommensteuer und Arbeitnehmerbeiträge. In Deutschland entfallen mehr als zwei Drittel der gesamten Steuer- und Abgabenbelastung auf Arbeit auf Sozialabgaben. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen diese grundsätzlich gemeinsam.

ERSETZT DASSELBE UNTERNEHMEN DEN MENSCHEN DURCH OPTIMUS, ATLAS & CO.,PASSIERT ETWAS ANDERES:

– Der Roboter erhält keinen Lohn.
– Er zahlt keine Einkommensteuer.
– Für ihn fallen keine Renten-, Kranken-, Pflegeoder Arbeitslosenversicherungsbeiträge an.
– Er kennt weder Urlaub noch Krankheit, Kündigungsschutz oder Arbeitszeitgesetz.
– Seine Anschaffungskosten können grundsätzlich betrieblich abgeschrieben werden.
– Besteuert wird lediglich der zusätzliche Unternehmensgewinn; sofern er überhaupt in Deutschland anfällt und nicht durch Investitionen, Abschreibungen oder internationale Strukturen reduziert wird.

Der Roboter zahlt also nichts. Sein Eigentümer zahlt aber weiterhin Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und gegebenenfalls Umsatzsteuer. Nur: Das kompensiert die wegfallenden lohnbezogenen Einnahmen nicht automatisch. Warum eine klassische „Robotersteuer“ problematisch wäre.

Die intuitive Lösung lautet: Für jeden eingesetzten Roboter wird eine Art Sozialversicherungsbeitrag erhoben. Das klingt gerecht, ist aber praktisch kaum sauber umsetzbar.

WAS IST EIN ROBOTER?
EIN HUMANOIDER OPTIMUS? EIN SCHWEISSARM?
EIN SELBSTFAHRENDES LAGERFAHRZEUG?
EINE KI, DIE ZEHN SACHBEARBEITER ERSETZT?
EINE EXCEL-AUTOMATISIERUNG?

Zudem würde eine hohe Robotersteuer ausgerechnet Unternehmen bestrafen, die in Produktivität investieren. Unternehmen könnten Produktion und Technologieentwicklung in Länder ohne entsprechende Abgabe verlagern.

Auch die OECD warnt davor, dass eine isolierte Robotersteuer Innovation, Automatisierung und internationale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen kann.

Nicht die Maschine sollte besteuert werden. Entscheidend ist die Wertschöpfung, die durch sie entsteht.

EIN TRAGFÄHIGES MODELL:
WERTSCHÖPFUNG STATT ARBEITSPLÄTZE BESTEUERN.

Politisch sinnvoll wäre eine schrittweise Verlagerung:

1. Eine breitere Finanzierungsbasis für die Sozialversicherung

Die Sozialversicherung dürfte langfristig nicht mehr fast ausschließlich an menschlichen Löhnen hängen.

Unternehmen könnten zusätzlich einen moderaten Wertschöpfungsbeitrag zahlen. Die Bemessungsgrundlage könnte sich beispielsweise zusammensetzen aus: Lohnsumme + Unternehmensgewinn + bestimmten Abschreibungen + Finanzierungskosten.

Damit würde ein arbeitsintensiver Betrieb nicht mehr relativ stärker belastet als ein hochautomatisierter Betrieb mit ähnlicher Wertschöpfung.

Ein vereinfachtes Beispiel:

Artikelinhalte

 

Obwohl beide wirtschaftlich gleich viel leisten, trägt Unternehmen A deutlich mehr zur Finanzierung des Sozialstaats bei.

Ein Wertschöpfungsbeitrag würde diese Verzerrung reduzieren.

2. Lohnnebenkosten senken + Kapital- und Gewinnbesteuerung verbreitern

Deutschland macht menschliche Arbeit vergleichsweise teuer. Das ist in einer Automatisierungswelle kontraproduktiv: Der Staat verteuert den Menschen und macht die Maschine zusätzlich steuerlich attraktiv.

Deshalb müsste man niedrige und mittlere Arbeitseinkommen von Sozialabgaben entlasten und die Gegenfinanzierung stärker über Unternehmensgewinne, Kapitalerträge, Konsum oder allgemeine Steuermittel organisieren. Auch die OECD sieht in einer effektiveren Besteuerung von Kapitaleinkommen grundsätzlich Spielraum, um die Belastung von Arbeit zu reduzieren.

Das wäre keine Bestrafung der Technik, sondern eine steuerliche Neutralität zwischen menschlicher und maschineller Arbeit.

3. Automatisierungsdividende für Qualifizierung

Unternehmen, die durch Automatisierung erhebliche Personalkosten einsparen, könnten einen kleinen Teil der realisierten Einsparungen in einen Transformationsfonds einzahlen.

Dieser finanziert:

Die entscheidende Frage lautet, ob Menschen schnell genug in neue Tätigkeiten wechseln können. Die OECD geht davon aus, dass Automatisierung einerseits Arbeit verdrängen, andererseits neue Aufgaben rund um Entwicklung, Training, Wartung und Nutzung von KI schaffen kann.

4. Beteiligung der Arbeitnehmer an Produktivitätsgewinnen

Wenn ein Unternehmen dank Robotik mit einem Zehntel der Belegschaft doppelt so viel produziert, sollten die Produktivitätsgewinne nicht ausschließlich bei Eigentümern und Technologieanbietern landen.

Denkbar wären:

Dann würde aus der Automatisierung nicht nur ein Rationalisierungsprojekt, sondern ein gesellschaftliches Wohlstandsprojekt.

Die 4-Tage-Woche wäre dann nicht Ursache mangelnder Wettbewerbsfähigkeit, sondern möglicherweise das Ergebnis gestiegener Produktivität. Allerdings nur, wenn die Wertschöpfungsgewinne tatsächlich verteilt werden.

5. Neue Regeln für Haftung und Versicherung

Ein Roboter benötigt keine Krankenversicherung. Sehr wohl braucht sein Betreiber jedoch:

Nicht der Roboter sollte rechtlich zur „Person“ erklärt werden. Verantwortlich bleiben Hersteller, Betreiber, Softwareanbieter und gegebenenfalls der menschliche Verantwortliche.

ARBEITSMARKTPOLITISCH BRAUCHT ES DEUTLICH MEHR EHRLICHKEIT.

Politik sagt häufig:
„Technologie vernichtet keine Arbeitsplätze, sie schafft neue.“

Das ist nur die halbe Wahrheit.

Technologie kann neue Jobs schaffen, ABER nicht zwingend für dieselben Menschen, am selben Ort, zum selben Zeitpunkt oder mit demselben Gehalt. Fortschritte bei KI und Robotik ermöglichen inzwischen auch die Automatisierung anspruchsvollerer kognitiver Aufgaben; zugleich bleiben viele hochqualifizierte Tätigkeiten wegen sozialer, kreativer und komplexer Fähigkeiten schwerer automatisierbar.

Eine Produktionsmitarbeiterin wird nicht automatisch Robotik-Ingenieurin. Ein Sachbearbeiter wird nicht automatisch KIArchitekt. Genau in dieser Übergangsphase entstehen soziale Spannungen.

Deshalb braucht Deutschland neben Qualifizierung auch:


UNSERE KLARE EMPFEHLUNG

Wir würden keine platte Robotersteuer einführen. Die wäre bürokratisch, innovationsfeindlich und leicht zu umgehen. Wir plädieren stattdessen für ein Vier-Säulen- Modell:

  1. Sozialversicherungsbeiträge auf menschliche Arbeit deutlich reduzieren.
  2. Unternehmenswertschöpfung moderat an der Finanzierung des Sozialstaats beteiligen.
  3. Automatisierungsgewinne teilweise für Qualifizierung und Übergänge einsetzen.
  4. Arbeitnehmer über Kapital- und Gewinnbeteiligungen an der neuen Produktivität beteiligen.

Der gesellschaftliche Deal müsste lauten:

„Wer durch Maschinen mehr Wertschöpfung mit weniger menschlicher Arbeit erzielt, darf davon erheblich profitieren, muss aber weiterhin angemessen zur Finanzierung der Gesellschaft beitragen, in der diese Wertschöpfung möglich ist.“

Sonst entsteht die denkbar ungünstigste Kombination: Unternehmen privatisieren die Automatisierungsgewinne, während der Staat Arbeitslosigkeit, Qualifizierung, Renten und gesellschaftliche Folgen finanziert.

Dann wären die Roboter tatsächlich die cleversten Arbeitnehmer Deutschlands: 24 Stunden im Einsatz, niemals krank und steuerlich unsichtbar.

CENTOMO | 15 Jahre. Ein Rückblick. Ein Versprechen.

-A LOT TO REMEMBER AND DISCOVER WHAT’S NEXT!


Liebe Freunde, Partner, Kunden und Wegbegleiter –
unser Jubiläum liegt hinter uns und wir sind immer noch erfüllt.

Von Begegnungen. Von Gesprächen. Von Dankbarkeit.

Und von dem Gefühl, dass wir gemeinsam etwas bewegen können, das weit über einzelne Projekte hinausgeht.

Ein Jubiläum ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist eine Zäsur.
Ein Moment, an dem man zurückschaut, ohne stehen zu bleiben.
Und einer, an dem man nach vorne schaut, ohne sich zu verlieren.
Wo wir herkommen – und was uns geprägt hat.

CENTOMO begann nicht mit großen Worten oder großen Räumen.

Es begann mit einem Schreibtisch in Sindelfingen, einer halblebendigen Zimmerpflanze und dem Blick auf die Autobahn A81.
Das Setup war überschaubar.

Die Ambition nicht.

Wir haben freiberufliche Ingenieure begleitet, Beziehungen aufgebaut, erste Mandate gewonnen und vor allem eines gelernt:

“Vertrauen entsteht nicht durch Prozesse, sondern durch Haltung.”

Aus dem kleinen Setup wurde eine Marke.
Ein Name, der heute für Qualität, Geschwindigkeit, Klarheit und Augenhöhe steht.

15 Jahre später sieht die Welt anders aus:

Unsere Themen wurden größer, anspruchsvoller, sichtbarer.

Am Ende geht’s nicht um Zahlen.
Es geht um Menschen, die diese Zahlen erst möglich gemacht haben.
Was uns ausmacht, heute mehr denn je.

In 15 Jahren hat sich vieles verändert: Märkte, Technologien, Erwartungen, Geschwindigkeit.

Aber drei Dinge haben uns nie verlassen:

1.Haltung

Wir wollen nicht der lauteste Provider sein, sondern der verlässlichste. Ehrlich, unternehmerisch, scharf denkend aber immer menschlich.

2. Vertrauen

Wir sind überzeugt, dass echte Partnerschaften nicht auf Zufall beruhen, sondern auf Respekt, Klarheit und Verbindlichkeit.

3. Mut

Mut zur Veränderung, Mut zur Entscheidung, Mut zum Neuanfang.


Transformation ist heute ein Buzzword.
Für uns ist es Geschäftsmodell.

Wir bringen Menschen zusammen, wenn es darauf ankommt:

Wir verstehen Scopes, Kulturen, Sollbruchstellen. Und wir begleiten sie.
Mit unternehmerischem Blick und echter Hands-on-Stärke.

15 Jahre CENTOMO – nur möglich durch Euch.

Unser Jubiläum hat es noch einmal klar gezeigt:

Wir wären heute nicht hier ohne Freunde, Partner, Kunden, Kollegen, Familie und viele Menschen,
die uns Chancen gegeben, Vertrauen geschenkt und manchmal auch Geduld gezeigt haben.

Ein besonderer Dank gilt: Unserem Team!
Einzigartige Persönlichkeiten, inklusive der Fellnasen.

Unseren langjährigen Partnern und Wegbegleitern.

Und jenen Menschen, die uns privat stärken, tragen und lieben.

Diese Mischung macht CENTOMO zu dem, was es ist.

Und jetzt? Blick nach vorn.

Klar. Zuversichtlich. Handlungsbereit.

Wir stehen am Beginn einer neuen Phase:

Wir verändern uns mit. Nicht blind, sondern bewusst.

Unsere Haltung bleibt dieselbe: “Keine faulen Kompromisse”.
Weder bei Menschen noch bei Entscheidungen.

Wir glauben daran, dass die besten Verbindungen noch vor uns liegen.
Und dass wir sie gemeinsam mit Euch gestalten können.

Danke für 15 Jahre.
Danke für Vertrauen.
Danke für Begegnungen.
Danke fürs Mitgestalten.

Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.
Mit Zuversicht, mit Stärke, mit Klarheit und immer mit dem nötigen Humor.

Auf die nächsten 15 Jahre.
Und auf alles, was wir gemeinsam bewegen.

Warum ungewöhnliche Wege gerade jetzt relevanter sind als je zuvor?!

Fachkräftemangel und Transformation: Neue Wege in der Krise
Die Automobilindustrie und Technologiekonzerne wie SAP stehen vor beispiellosen Herausforderungen.

Während SAP mit freiwilligen Abgängen konfrontiert ist, die das ursprünglich geplante Abfindungsprogramm übertreffen, kämpft die Automobilindustrie mit Stellenstreichungen und einem drastischen Wandel hin zu Elektromobilität.
In diesem Spannungsfeld erleben Unternehmen nicht nur technologische, sondern auch kulturelle und personelle Umbrüche.
Der Verlust erfahrener Fachkräfte, insbesondere von Mitarbeitenden über 50, ist dabei eine doppelte Herausforderung: Mit ihnen gehen nicht nur wertvolles Wissen und Netzwerke verloren, sondern auch strategische Weitsicht und gelebte Unternehmenskultur.

Neue Perspektiven für erfahrene Fachkräfte
Warum blicken Unternehmen in Transformationsphasen oft nur nach vorne? Ein kreativer Ansatz liegt darin, vorhandenes Wissen wieder gezielt ins Unternehmen zu holen.

„Mentoring 2.0“ – Erfahrung trifft frische Impulse
Ein Ansatz, den wir in einem unserer Projekte umgesetzt haben, war die gezielte Einbindung erfahrener Experten in Transformationsprozesse. Diese agierten nicht nur als Mentoren, sondern brachten gleichzeitig frische Perspektiven durch interdisziplinäre Impulse mit ein. Das Ergebnis: Neue Lösungen wurden greifbar, weil Erfahrung und Innovation Hand in Hand gingen.

„Gastmentoring“ als Gamechanger
In einem anderen Fall haben wir erfahrene Führungskräfte aus anderen Branchen temporär als „Gastmentoren“ in ein Unternehmen eingebracht. Diese Fachleute wurden gezielt durch uns rekrutiert und waren nicht nur Wissensvermittler, sondern auch Impulsgeber für neue Denkansätze. Solche externen Perspektiven haben geholfen, eingefahrene Muster aufzubrechen und den Innovationsprozess zu beschleunigen.

Warum kreative Ansätze jetzt entscheidend sind
Die bisherigen Strategien – von Abfindungsprogrammen bis zu klassischen Rekrutierungsmaßnahmen – greifen zu kurz. Transformation erfordert einen Blick über den Tellerrand und neue Ansätze, die das Beste aus Erfahrung, Wissen und Innovation vereinen.

Weitere Lösungsansätze, die überraschen können:
– Cross-Industry-Talent-Sharing: Temporäre Kooperationen zwischen Unternehmen verschiedener Branchen, um Fachkräfte auszutauschen und voneinander zu profitieren.

– Virtuelle Wissenshubs: Ruheständler oder Fachkräfte, die nur projektbezogen arbeiten möchten, können digital vernetzt werden, um flexibel Unterstützung zu bieten.

– Reverse Mentoring: Ältere Mitarbeitende lernen von jüngeren Kollegen – und umgekehrt. Das fördert nicht nur den Wissensaustausch, sondern auch gegenseitiges Verständnis.

Mein Fazit als Personalberaterin
Transformation erfordert Mut und Offenheit für ungewöhnliche Wege. Meine Aufgabe sehe ich nicht nur in der Vermittlung von Talenten, sondern auch darin, Brücken zu bauen: zwischen Erfahrung und Innovation, zwischen internen und externen Ressourcen und zwischen alten Strategien und neuen Ideen.

Sind Sie bereit, Ihre Personalstrategie neu zu denken?
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie wir Sie unterstützen können – innovativ, nachhaltig und erfolgreich.

Billur Münker (Director)

Die Zukunft der deutschen Automobilindustrie: Du musst dein Ändern leben!

Der deutsche Autogipfel im Jahr 2024 hat einmal mehr gezeigt, dass Deutschland sich in Detailfragen verliert, während andere Nationen bereits klare Schritte in Richtung Elektromobilität unternommen haben. Der stockende Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Unsicherheit bezüglich langfristiger Förderstrategien werfen Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf. Länder wie Norwegen und die Niederlande zeigen, wie durch konsistente politische Weichenstellungen und enge Zusammenarbeit zwischen Regierung, Industrie und Gesellschaft ein erfolgreicher Wandel zur Elektromobilität gelingen kann. In diesem Newsletter werden wir konkrete Handlungsempfehlungen auf Basis internationaler Erfolgsmodelle und der aktuellen Situation in Deutschland formulieren.

Ein Seitenblick nach China lohnt sich. China steht weltweit für über die Hälfte des globalen Automobilmarktes und auch unsere heimischen Hersteller lassen über die Hälfte aller Fahrzeuge dort produzieren. Dort ist die Messe aber bereits gelesen und Elektromobilität wächst mit atemberaubendem Tempo, hoch-innovativen und bezahlbaren Konzepten. Das Ganze Format wird heftigst staatlich gepampert, und mit ca. 8 cent /Kwh wird sich in absehbarer Zeit der Verbrenner marginalisieren. Wenn wir einen Rat für die deutsche Autoindustrie in China formulieren müssten; dann wie folgt: Fokus auf Luxury und Prestige, Kooperationen im mittleren Segment und auf Wiedersehen geringmargige Kompakt- und Kleinwagen. Ohnehin kaufen die Chinesen immer lieber die heimischen Marken – so stieg der Absatz von 40% im Jahr 2020 auf nunmehr 65% im ersten Halbjahr 2024.

Die Automobilindustrie in der Krise: Handlungsbedarf vor und nach dem Autogipfel

Die Automobilbranche in Deutschland steht massiv unter Druck: Der schleppende Absatz von Elektrofahrzeugen, hohe Produktionskosten und strenge CO₂-Flottengrenzwerte belasten die Unternehmen. Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz mussten ihre Gewinnprognosen für 2024 deutlich nach unten korrigieren. Beispielsweise erwartet Daimler, dass die Umsatzrendite im Pkw-Segment um drei bis vier Prozent sinkt. Der Gewinn von Volkswagen brach im ersten Halbjahr um 14 % ein, BMW verzeichnete einen Rückgang von 15 %.

Hier die Werksauslastung am Standort Deutschland im Jahr 2023

Auch Automobilzulieferer leiden unter der schwachen Konjunktur, besonders in Deutschland und China, und den hohen Kosten der Umstellung auf Elektromobilität. Die Nachfrage nach Elektroautos bleibt hinter den Erwartungen zurück, was den Druck auf die Bundesregierung erhöht. Wirtschaftsminister Robert Habeck hat für den Autogipfel Vertreter der großen Hersteller, Zulieferer sowie der Gewerkschaft IG Metall eingeladen, um Strategien gegen die stagnierenden Verkaufszahlen zu entwickeln.

Die ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles), eine Lobbygruppe der größten europäischen Automobilhersteller, fordert von der EU eine Lockerung der CO₂-Flottengrenzwerte, die ab 2025 auf 93,6 Gramm CO₂ pro Kilometer gesenkt werden sollen. ACEA-Präsident Luca de Meo, CEO von Renault, betont, dass diese Grenzwerte Millionenstrafen für die Branche bedeuten könnten. Im Raum stehen mögliche Sanktionen von bis zu 15 Milliarden Euro, wenn die Ziele nicht erreicht werden. Der Verband kritisiert zudem den Mangel an flächendeckenden Ladestationen, hohe Strompreise und unsichere Lieferketten für Batterien als zentrale Probleme.

Um die CO₂-Ziele zu erreichen, müsste der Anteil von Elektrofahrzeugen bei 25 % liegen, eine Quote, die derzeit als nahezu unerreichbar gilt. Der Verband schließt sogar einen Produktionsstopp von bis zu zwei Millionen Verbrennern in Europa nicht aus, was jedoch drastische Folgen für Arbeitsplätze hätte.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern, wie Stellantis, die die Zielvorgaben der EU als machbar betrachten, fordern deutsche und europäische Hersteller eine radikale Überarbeitung der Regularien. Carlos Tavares, CEO von Stellantis, kritisiert jedoch die Forderung nach einer Strategieänderung. „Jeder kannte die Regeln seit langer Zeit“, sagte er, und betont, dass die Unternehmen genügend Zeit zur Vorbereitung gehabt hätten. Stellantis plant, bis 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zu verkaufen. Diese Herangehensweise steht im Gegensatz zu Konzernen wie Volkswagen und Renault, die weiterhin auf eine Entschärfung der Flottengrenzwerte hoffen. BYD hat 2022 seinen letzten Verbrenner gebaut. BYD ist somit größter globaler NEV Hersteller. PHEV und EV sind zusammen 3 Mio. Einheiten. 2022 waren es noch 1,8 Mio. Bei den BEV ist Tesla (noch) Nummer eins.

Am Ende bleibt die Frage offen, wie die Automobilindustrie die Herausforderungen der Elektromobilität meistern soll. Der Autogipfel bietet die Gelegenheit, einen Weg aus der Krise zu finden, doch die Lösungen werden tiefgreifend und mutig sein müssen, um Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen.

Die Elektromobilität als Schlüssel zur Zukunft

Die Elektromobilität ist nicht nur ein technologischer Wandel, sondern auch eine strategische Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie. Im Kontext des Autogipfels wird klar, dass Deutschland hinterherhinkt. Einerseits hat der globale Markt für Elektrofahrzeuge bereits einen dynamischen Aufschwung erlebt, andererseits kämpfen deutsche Hersteller und die Politik noch mit grundlegenden Fragen zur Ladeinfrastruktur und zur Förderung. Der internationale Vergleich zeigt, dass Deutschland konsequenter und schneller handeln muss, um den technologischen Anschluss nicht zu verlieren.

Die aktuelle Situation in Deutschland Marktanteil der Elektrofahrzeuge

Mit einem Marktanteil von etwa 15 % bei Elektrofahrzeugen hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Länder wie Norwegen haben bereits die 50 %-Marke bei den Neuzulassungen überschritten. Das verzögerte Handeln bei der Förderung der Elektromobilität und die Unsicherheiten beim Ausbau der Ladeinfrastruktur bremsen die Nachfrage und führen zu wachsendem Druck auf die deutsche Automobilindustrie. Dies steht im deutlichen Kontrast zu Nationen, die frühzeitig auf Elektromobilität gesetzt haben und nun von einer reifen Infrastruktur und stabilen Rahmenbedingungen profitieren.

Ladeinfrastruktur

Die unzureichende Ladeinfrastruktur ist eines der größten Hindernisse für den flächendeckenden Einsatz von Elektrofahrzeugen. Im Rahmen des Autogipfels wurde deutlich, dass die Ladepunkte in Deutschland noch immer weit hinter dem Bedarf zurückbleiben. Norwegen zeigt hier, wie durch eine Kombination aus privater und öffentlicher Ladeinfrastruktur die Elektromobilität massiv vorangetrieben werden kann. Deutschland muss dringend in einen zielgerichteten Ausbau investieren, um die wachsende Anzahl von Elektrofahrzeugen zu unterstützen und Reichweitenangst zu reduzieren.

Förderprogramme und Anreize

Die deutschen Förderprogramme für Elektrofahrzeuge, wie der Umweltbonus, haben zwar zur Marktentwicklung beigetragen, aber viele dieser Programme laufen aus oder werden reduziert, was zu Unsicherheiten bei Herstellern und Verbrauchern führt. Der jüngste Autogipfel zeigte eine gewisse Unentschlossenheit der Regierung, was zukünftige Förderstrategien angeht, während andere Länder langfristig angelegte Förderprogramme aufweisen. Dies bremst die dringend notwendige Entwicklung und hemmt Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die ins Feld geführte „Abwrack- oder Kaufprämie“ halten wir, insbesondere nach den Achterbahn Erfahrungen aus 2009, für keine besonders gute Idee. Allein das Aufflammen dieser Option wird sich auf die Verkäufe der nächsten Wochen und Monate auswirken. Liebe Politik, räumt diesen Punkt bitte schnell ab.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Der Übergang zur Elektromobilität wird in Deutschland erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Studien gehen davon aus, dass bis zu 100.000 Arbeitsplätze in der Produktion von Verbrennungsmotoren wegfallen könnten. Im Gegenzug entstehen jedoch neue Jobs in der Entwicklung und Produktion von Batterien und elektrischen Antrieben. Der Autogipfel verdeutlichte die Notwendigkeit von Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, um Arbeitnehmer auf die neuen Anforderungen vorzubereiten und den sozialen Wandel abzufedern. Wir als Personalberatung spüren die Transformation schon lange in unseren Auftragsbüchern. Die Anforderungsprofile haben sich geändert.

Öffentliche Wahrnehmung und Akzeptanz

In Deutschland wird die Elektromobilität zunehmend akzeptiert, doch es bestehen weiterhin Vorbehalte hinsichtlich der Reichweite und Ladezeiten. Kritische Stimmen, wie die beim jüngsten Autogipfel, heben hervor, dass die Förderung und der Ausbau der Infrastruktur besser kommuniziert werden müssen, um die Akzeptanz weiter zu steigern. Auch die Rolle der Medien ist hier von Bedeutung, um objektiv und ausgewogen über Fortschritte zu berichten und den gesellschaftlichen Wandel zu begleiten. Insbesondere die reichweitenstarke Springer Presse leistet unserer Industrie einen Bärendienst. Stichwort #Gesternkleber

Erfolgsmodelle aus Norwegen und den Niederlanden.

Politische Rahmenbedingungen

Norwegen ist ein Paradebeispiel für den erfolgreichen Übergang zur Elektromobilität. Dank einer konsequenten staatlichen Förderung – von Steuererleichterungen bis hin zur Befreiung von Mautgebühren – sind Elektrofahrzeuge längst die Norm. Norwegen zeigt, dass klare politische Weichenstellungen eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung schaffen können.

Die Niederlande hingegen zeichnen sich durch eine ausgezeichnete Ladeinfrastruktur und steuerliche Vorteile für E-Autos aus. Hier zeigt sich, wie eine enge Zusammenarbeit zwischen Regierung und Industrie den Übergang zur Elektromobilität beschleunigen kann.

Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

In Norwegen und den Niederlanden funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nahtlos. Dieser kooperative Ansatz ermöglicht es, Förderprogramme effizient umzusetzen und die Ladeinfrastruktur gezielt auszubauen. Diese länderübergreifenden Beispiele bieten wertvolle Lehren für Deutschland, das noch stärker auf die Vernetzung aller Akteure setzen muss, um den Wandel erfolgreich zu gestalten.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Vergleich mit Deutschland

In beiden Ländern hat die frühzeitige Einführung von Umschulungsmaßnahmen und die Förderung zukunftsträchtiger Berufe dazu beigetragen, den Strukturwandel sozialverträglich zu gestalten. Deutschland kann von diesen Ansätzen lernen, insbesondere bei der Qualifizierung von Arbeitskräften für neue Technologien wie Batterietechnologie und digitale Fahrzeugsysteme.

Herausforderungen und Chancen für Deutschland

Batterietechnologie

Der technologische Fortschritt in der Batterietechnologie ist für die deutsche Elektromobilität von entscheidender Bedeutung. Während andere Länder bereits große Schritte in der Batterieforschung gemacht haben, hängt Deutschland hinterher. Dies stellt eine ernsthafte Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie dar. Unsere Zuversicht hält sich hier stark in Grenzen… zu weit sind uns aktuell asiatisch Akteure voraus. Allein der Weltmarktführer CATL beschäftigt _ Achtung: 18.000 Forscher!

Rohstoffversorgung

Die Sicherung der Rohstoffversorgung für die Produktion von Batterien bleibt eine der größten Herausforderungen für die Elektromobilität. Deutschland muss eine Strategie entwickeln, um Abhängigkeiten zu verringern und auf nachhaltige Rohstoffquellen zu setzen.

Qualifizierung der Arbeitskräfte

Die Qualifizierung der Arbeitskräfte ist eine zentrale Herausforderung für die Transformation der Automobilindustrie. Es muss verstärkt in Umschulungen und Weiterbildungen investiert werden, um Arbeitnehmer auf die Anforderungen der Elektromobilität vorzubereiten.

Handlungsempfehlungen

Für die Politik:

– Langfristige Förderprogramme: Deutschland muss dauerhafte und verlässliche Förderstrategien entwickeln.
– Qualifizierungsoffensive: Staatliche Programme zur Umschulung müssen intensiviert werden.
– Infrastrukturplanung: Ein gezielter Ausbau der Ladeinfrastruktur ist unabdingbar.

Für die Automobilindustrie:

– Forschung und Entwicklung: Stärkere Investitionen in Batterietechnologie und nachhaltige Produktion.
– Sozialverträgliche Transformation: Die Industrie muss mit Gewerkschaften eng zusammenarbeiten, um den Wandel sozial abzufedern.

Für die Medien:

– Ausgewogene Berichterstattung: Die Medien sollten über die Fortschritte und Vorteile der Elektromobilität informieren, um die öffentliche Akzeptanz zu fördern.

German Brand Award 2024 – Work in Progress

Was macht CENTOMO aus, was genau will CENTOMO mit der Personalberatung auf Augenhöhe erreichen und wie geht es in Richtung Zukunft?

Top Talente zu fördern und Unternehmen besser zu machen bleibt unverändert unsere Mission, und ist im derzeitigen Umfeld aktueller denn je.

Unsere neue Ausrichtung erlaubt es uns breitbandig zu skalieren. Marke, Prozesse, Portfolio und Strategie sind implementiert.
“Special People Special Skills” ist unsere Wachstumsdevise. Wir werden noch gezielter Branchenexperten ausbilden und an Bord holen.

Personalberatung auf Augenhöhe mit unseren Mandanten und Kandidaten. 100 % menschlich und pragmatisch.

Für unsere Mitarbeiter und neue Kolleg:Innen bieten sich hervorragende Perspektiven.
Durch die Zusammenarbeit mit Innovatoren und Branchenführenden Unternehmen entsteht Wissen, Inspiration sowie ein grandioses Netzwerk.

5 Gründe, warum es sich kein Unternehmen mehr leisten kann, auf Interim Manager zu verzichten:

Warum die Liquid Workforce, angeführt von Senior Experten, DIE entscheidende Säule von New Work und Change-Projekten ist.

Senior Manager und Experten finden so nicht nur ihren Platz in der neuen Arbeitswelt, sie gestalten diese entscheidend mit ihrer Expertise mit. Und das als Interim Manager auch zunehmend mehr in allen Unternehmensbereichen.

Anpassungsfähige Persönlichkeiten, die Veränderungen treiben und ein Change-Mindset mitbringen, sind ganz klar die neuen Champions des Arbeitsmarktes. So findet Fachkräftemangel sei Dank parallel auch Change und Wandel im Umgang mit Senior-Experten statt.

Bei Fällen, wie dem von Andrea Kusemann , kauft sich ein Unternehmen 30 Jahre Erfahrung ein. Und wenn das clever gespielt wird, ist Interim Management sehr strategisch und nicht nur operativ. Das Wissen bleibt dann im Unternehmen und kann sich weiterentwickeln.

Während Interim Manager bei ihrem nächsten Einsatz bereits neues Wissen einholen, dass sie ihren Kunden wieder anbieten können und der Wissenstransfer-Kreis schließt sich.

Andrea Kusemann hat sich über den aktuellen Markt intensiv informiert, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit geht.

“Der Markt hat sich extrem entwickelt und ist jetzt auf einem relativ guten Niveau. Ich bin überzeugt, dass u.A. im Bereich E-Mobility Positionen im Interim Management stärker nachgefragt werden. Während in den vergangenen Jahren, vor allem in der DACH Region, eher Supply Chain- Themen, Restrukturierungen oder mal CEO-Rollen für Interim Manager bestimmt waren, gibt es aktuell viele Experten- und Führungsrollen spezifisch im HR-Bereich”, so die HR-Expertin.

“Interim Management ist eine gute Möglichkeit, sich erfahrene Experten für diese neuen Themen ins Unternehmen zu holen, ohne sie sich für immer für viel Geld ans Bein zu binden.”

Hier sind 5 Gründe, warum es sich kein Unternehmen mehr leisten kann, auf Interim Manager zu verzichten:

Andrea Kusemann weiß, wovon sie spricht, denn als Leiterin von HR-Abteilungen hat sie selbst als Kundin die Leistungen von Interim Managern in Anspruch genommen.

Ihre Karriere begann sie als Juristin in einem Arbeitgeberverband.
Im Arbeitsrecht zu Hause, wollte sie die Arbeitswelt von der Personaler Seite aus beleuchten und arbeitete sich direkt in ihrer ersten beruflichen Station als Personalleiterin nach oben.

Ihre berufliche Laufbahn war stets von Wandel begleitet. Mit einer Affinität fürs Auslandsgeschäft und der Fähigkeit, immer wieder neu zu beginnen, sich hochzuarbeiten und Neuanfängen positiv zu begegnen, lehrte sie ihr eigenes Berufsleben vor allem eines:

Change zu begrüßen und zu leben.
Auch wenn der Wandel unerwartet, unvorbereitet oder zunächst nicht im positiven Kontext daher kam.

“Das Schlimmste für Unternehmen ist, wenn sie nie gelernt haben, mit Krisen umzugehen. Unternehmen, die immer nur Erfolg hatten und einfach genau so weitermachen, werden überholt, wenn es dann nicht mehr rund läuft…”.

Mit dieser Einstellung trat Andrea ihre letzte Position beim damaligen Joint Venture von Siemens und dem Automobilzulieferer Valeo an. Auf Grund der Gestaltungsmöglichkeiten und Freiheiten hatte sie die Position sehr gereizt, gleichzeitig war ihr klar:

“Der Schritt danach führt mich in die Selbständigkeit. Ich bin keine Verwalterin, ich bin eine Aufbauerin. Das möchte ich nun in einer höheren Taktung von neuen Unternehmen, Menschen und Kulturen tun. Aufbauen und Gestalten. Gerne auch im Ausland! Ich langweile mich einfach schnell, wenn es zu routiniert wird, dann kann ich nicht mein volles Potential ausschöpfen.”, so die Essenerin / Ruhrgebietlerin, die sich zu ihrem 50. Geburtstag den New York Marathon schenkte.

Nicht stehen bleiben, in Aufgaben und Projekten denken, anstatt in Rollen. Nur so kann Change stattfinden. Obwohl Veränderungen und Wandel insgesamt dynamischer und schneller sind, passieren sie weiterhin in vielen kleinen Schritten.

Echte Changemaker wissen, wie sie diese Schritte finden und umsetzen. Sie haben die Fähigkeit, den Fokus richtig zu setzen und Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Sie können die entscheidenden Hebel für echten Change identifizieren und in Form von Projekten und Aufgaben umsetzen. Dafür braucht es Erfahrung und einen geschulten Instinkt.

Beides hat Andrea Kusemann, die sich selbst als kreativ und pragmatisch beschreibt.

Und dennoch: Auch Change ist immer ein Prozess, der reifen muss – In Unternehmen und in Menschen: Wie der finale Schritt für Andrea Kusemann als Interim Managerin in die Selbstständigkeit zu gehen. Damals bei Kiekert, da hatte sie daran gedacht, aber vor 10 oder 15 Jahren, da stand die Verlässlichkeit einer Festanstellung bei ihr persönlich im Vordergrund.

“Die Frage: Kann ich mir das jetzt erlauben, die kann ich jetzt mit 59 Jahren mit einem klaren Ja beantworten. Und das ist wichtig, denn Kunden kaufen neben den Skills eines Interim Managers auch die Personality ein.”, so Andreas Schlussfolgerungen zu ihrem eigenen Change Prozess.

Das Standing, ein gewissen Maßes an Selbstreflexion und Risikoaffinität, das braucht es. Genauso wie räumliche Flexibilität. Denn im Zweifel wird man nicht direkt ein Mandat vor der eigenen Haustüre finden.
Es ist wichtig, in der Lage zu sein, Projekte abzulehnen. Zum Beispiel, wenn man merkt, man passt selbst nicht auf eine Position, kann aber jemand anderen dafür empfehlen. Auch Kunden merken, wenn man aus einer Bedürftigkeit heraus agiert. Interim Management sollte kein Notnagel sein. Persönlich sehe ich es als große Chance und hoffe, dass ich mit meinem Mindset auch andere Senior-Experten zu diesem Schritt inspirieren kann.“

Unternehmen, die Interim Manager und Interim Managerinnen suchen, sind oft in Situationen, in denen Wandel stattfindet und Orientierung benötigt wird. Und das auch im Auswahl-Prozess des Interim Managers.

“Der gesamte Beratermarkt ist ein deregulierter Markt, kein geschützter Beruf. Deswegen ist das Networking in diesem Bereich einfach extrem wichtig. Eben weil Kunden mit Interim Managern auch Personalities einkaufen. Neben Fragen wie “Wo hat der Interimer schon gearbeitet, wie lief das Projekt?”, können erfahrene Personalberater auch beurteilen, welche Personality es für diese Aufgabe braucht und ob ein bestimmter Interim Manager in ein Unternehmen passt.” , so Michael Zondler über die Rolle von Personalberatern in interim Projekten.

Das Denken und Umstellen, weg von starren Rollenverteilungen hin zu Projekten und darin enthaltenen konkreten Aufgaben und Menschen wird in den kommenden Jahren eine notwendige Übergangszeit darstellen, bei der Change-Expertise gefragt ist.

Während wir bei Centomo die richtigen Changemaker für die passenden Projekte auswählen, nutzt Andrea Kusemann ihre eigene Übergangszeit derweil zur Vorbereitung auf die Besteigung des Kilimanjaros, bevor sie im Sommer ihre ersten Projekte als Interim Managerin antreten möchte.

Wir wünschen ihr dabei viel Erfolg und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Gespräche und Projekte.

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