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Führung macht Spaß – Führungskräfte sollten durch Vorbild überzeugen- statt zu lamentieren

Das Manager-Magazin schlägt Alarm: Dem Land drohe eine „Topmanager-Knappheit“. Im Bereich des oberen Managements soll es schon im Jahr 2020 etwa 3,3 Prozent weniger geeignete Führungskräfte als benötigt geben. Bis 2030 werde sich diese Lücke sogar auf 7,6 Prozent erhöhen, bevor sie im Jahr 2035 schon bei 8,6 Prozent liege, so die Zeitschrift unter Bezug auf eine aktuelle Prognos-Studie http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/fachkraeftemangel-erreicht-topetagen-in-unternehmen-a-1165220.html.

Einen Hauptgrund für den drohenden Mangel an Fachkräften aller Art sehen die Zukunftsforscher in der zunehmenden Überalterung der deutschen Gesellschaft. Allerdings komme bei dem prognostizierten Topmanager-Mangel hinzu, dass junge Deutsche kaum noch Führungsverantwortung anstrebten. So wollten 87 Prozent der 20- bis 34-Jährigen nicht in die Top-Etage aufstreben und beispielsweise Geschäftsführer werden, wie eine Umfrage des Personaldienstleister Manpower zeige. Nur sechs Prozent hätten es sich zum Ziel gesetzt, einmal eine eigene Firma zu besitzen und zu führen. In Mexiko strebten hingegen 41 Prozent der jungen Leute eine Führungsrolle an, in Frankreich seien es immerhin noch 29 Prozent.

„Bei solchen Studien ist immer eine gewisse Vorsicht angebracht. Der Vergleich mit der angeblich wesentlich besseren Situation in Mexiko mutet ein wenig wie der Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen an. Auch beim Vergleich mit Frankreich bin ich skeptisch, da die deutsche Wirtschaft sich derzeit doch wesentlich dynamischer entwickelt als die französische. Nicht jeder, der Führungskraft werden will, hat überdies die Befähigung dazu.“ Mit diesen Worten relativiert der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de, den Bericht des Manager-Magazins.

Die Studie habe aber durchaus das Zeug zum Denkanstoß. „Es ist richtig, dass mit dieser Studie darauf hingewiesen wird, wie wichtig Unternehmer, leitende Angestellte, angestellte Manager oder Mittelständler für unsere Wirtschaft sind. Wir sind auf Top-Führungskräfte angewiesen, die Verantwortung übernehmen“, so Zondler.

Falls Studien ergäben, dass junge Deutsche keine Lust auf Führungsverantwortung hätten, dann müsse man gegensteuern. „Zunächst muss die Frage gestellt werden, warum das so ist. Vielleicht haben ja auch viele ein falsches Bild von dem, was Manager leisten und wie ihr Arbeitsalltag aussieht. Als Führungskraft und Manager hat man viele Vorteile. Man kann seine eigene Agenda bestimmen, man kann selbstbestimmt arbeiten und gestalten. Und das Gehalt ist in der Regel auch nicht schlecht“, so der CENTOMO-Geschäftsführer.

Es sei in der Tat so, dass in manchen Konzernen eine Art Gruppenzwang herrsche. Arbeiten bis spät in die Nacht, kaum Wochenenden und Urlaub und Meetings am Wochenende würden dort oftmals als Tugenden dargestellt. „Dabei könnte man auch mal die Frage stellen, ob ein Manager das eigene Zeitmanagement im Griff hat, wenn er nachts um 23 Uhr noch Mails an die Mitarbeiter schreibt. Führungspositionen sind kein Sprint, sondern ein Marathon. Man muss zusehen, dass der Akku nicht leer läuft. Aus meiner eigenen Arbeit weiß ich, dass man durchaus erfolgreich sein und wachsen kann, auch wenn man nicht jede Woche 80 Stunden arbeitet und Wert darauf legt, dass es auch ein vernünftiges Leben neben dem Job gibt“, so Zondler.

In den Medien werde oft ein Zerrbild von Unternehmern gezeichnet. Dagegen könne man wenig unternehmen. Aber man könne als Führungskraft durchaus durch eine gewisse Vorbildfunktion junge Leute begeistern. „Warum sollte es in mittelständischen Unternehmen und Konzernen nicht eine wöchentliche Sprechstunde der Führungskräfte geben, zu der junge Mitarbeiter und solche, die sich weiter entwickeln wollen, ganz ungezwungen gehen könnten, um sich inspirieren zu lassen und sich Rat zu holen? Schließlich gibt es ja kein festes Berufsziel Manager oder Führungskraft, dafür aber jede Menge Vorurteile, dass es den Bossen nur um Kohle und Kungeleien gehe und man kaum eine freie Minute habe. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Führung macht Spaß. Dies möchte ich auch meinen Mitarbeitern vermitteln. Das geht aber nur, wenn sich Manager nicht abschotten, sondern offen auf ihre Mitarbeiter zugehen“, so Zondler.

Autoindustrie muss Lehren aus dem Abgasskandal ziehen – Führungsverhalten und Kommunikation auf dem Prüfstand

Deutschlands Automanager stehen unter Feuer. In Politik und Publizistik überwiegen die Stimmen, die an Dieter Zetsche von Daimler, Harald Krüger von BMW und Matthias Müller von Volkswagen kein gutes Haar lassen. Während es von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nur dröhnendes Schweigen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des „Diesel-Skandals“ gibt, hat Bundesjustizminister Heiko Maas den deutschen Automanagern nun geraten, auf Boni zu verzichten – als Zeichen der Demut, wie dpa berichtet.

„Ein solcher Appell an die finanzielle Bescheidenheit der Bosse wird in Wahlkampfzeiten sicher gut ankommen. Mit Demut allein kommt die Autoindustrie aber nicht aus ihrem teilweise selbst herbeigeführten Schlamassel heraus“, kommentiert Michael Zondler, dessen Beratungsunternehmen CENTOMO https://www.centomo.de stark mit der Automobilindustrie verbunden ist.

„Wir Menschen neigen dazu, immer ein paar Schurken oder Übeltäter dingfest machen zu wollen. Indem ein Problem personalisiert wird, wird es für die Menschen leichter fasslich. Das Verhalten einiger Konzerne der Autoindustrie in der letzten Zeit hat in der Tat ein eklatantes Führungs- und Personalproblem offenbart. Der so genannte Abgasskandal ist aber von einer solch großen Tragweite, dass er nicht das Werk von einigen wenigen Managern ist. Allerdings sind Manager auch immer Vorbilder. Und hier haben durchaus einige versagt, weil an Eliten  – ob sie nun aus der Wirtschaft oder aus der Politik kommen – immer ein besonders hohes Maß angelegt wird. Dessen waren sich einige Auto-Bosse in ihrer Technikverliebtheit und auch im Wissen darum, welch wichtigen Beitrag ihre Industrie für den Wohlstand nicht nur dieses Landes leistet, nicht hinreichend bewusst“, so Zondler.

Zondler hat keine Zweifel daran, dass die deutsche Autoindustrie technisch gesehen gut für die Zukunft gerüstet ist. Doch an ihrem Verhalten und an ihrer Kommunikation müsse sich einiges ändern. Dies sieht auch NZZ-Kolumnist Gerhard Schwarz so https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/abgasskandal-totengraeber-der-marktwirtschaft-ld.1309253. Nur freiwilliges vorbildliches Verhalten in den Spitzenpositionen der Wirtschaft könne Vertrauen und Glaubwürdigkeit wieder zurückerobern. Er verweist auf den Volkswirtschaftsprofessor Hugo Sieber (1911-1990), nach dessen Worten der Wohlstand und die liberale Ordnung nicht so sehr von den Gegnern des marktwirtschaftlichen Systems – also den „Linken“ – gefährdet würden: „Bedrohlicher seien jene, die in hohem Maße von der Existenz freier Märkte profitierten, aber mit ihrem Verhalten die freie Marktwirtschaft in den Augen der Öffentlichkeit diskreditierten. Sieber nannte diese Unternehmensführer wortgewaltig ‚Totengräber‘ des Systems.“

„Wir können es uns aber nicht leisten, dass die deutschen Premiumhersteller irreparablen Schaden erleiden“, so Zondler. „In den Konzernen dürfen aber nicht mehr nur die Techniker und Ingenieure den Ton angeben, die manchmal einen Tunnelblick haben. Die Konzerne brauchen Top-Talente in Sachen Kommunikation und Überzeugungskraft. Nur so kann man den Ausweg aus dem Abgasskandal finden, und nur so lassen sich die Bürger, die ja auch Konsumenten sind, von der Mobilität der Zukunft, nämlich zum Beispiel dem autonomen Fahren, überzeugen.“

Nach dem Diesel-Gipfelchen: Klimaschutz ungeeignet für parteipolitisches Schaulaufen vor den Bundestagswahlen

Die derzeitige Debatte über den Diesel ist von Wahlkampfgetöse und kleinteiligem Aktionismus geprägt. Dabei böte sich jetzt die Chance, einmal ernsthaft und grundsätzlich über Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz zu sprechen. Die technischen Innovationen stünden zur Verfügung. Was fehle, seien realistische Grenzwerte und ein Konzept aus einem Guss, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de.

„Das Diesel-Gipfelchen in Berlin war eine einzige Enttäuschung. Dies war aber auch nicht anders zu erwarten. Vor der Bundestagswahl am 24. September dieses Jahres wird es wahrscheinlich auch keine substanziellen Erfolge geben. Ich hoffe, dass sich die Autoindustrie und die Politik einmal ernsthaft zusammensetzen, wenn das Wahlkampfgetöse vorbei ist. Die Autoindustrie ist eine Schlüsselindustrie in Deutschland. Sie hat in der Vergangenheit schwere Fehler gemacht. Aber es würde uns überhaupt nicht helfen, wenn man sie aus einem typischen deutschen Furor der Maßlosigkeit heraus nun zerstören würde. Dies dient vielleicht der ausländischen Autoindustrie, aber sicher nicht der Umwelt“, so Zondler.

Jetzt räche sich, so der CENTOMO-Chef, dass sich der Bundesverkehrsminister in den letzten Jahren nur mit der Maut beschäftigt habe. „Aus Personalersicht kann man sagen, dass Herr Dobrindt eine absolute Fehlbesetzung war, wenn es darum geht, die Mobilität in unserem Land voranzubringen. Er hatte einzig und allein den Auftrag des bayerischen Ministerpräsidenten, dessen Lieblingsthema Pkw-Maut rechtssicher zu machen. Zudem traut sich keine Partei so richtig daran, die heilige Kuh der wesentlich niedrigeren Steuer auf Diesel zu schlachten. Jetzt ist der größtmögliche Gau eingetreten: Der Staat hat eine Technologie steuerlich subventioniert, der er nun vielleicht mit Fahrverboten zu Leibe rücken muss. Dies versteht keiner und verunsichert die Kunden“, sagt Zondler.

Software-Updates verhindern keine Fahrverbote

„Deutsche Ingenieurskunst hat immer noch einen hervorragenden Ruf. Bei allen Fehlleistungen der deutschen Autoindustrie: Nicht wenige Experten und vor allem Kunden sind der Meinung, dass Deutschland die besten Autos der Welt baut. Mit Software-Updates allein ist es nicht getan. Wenn Fahrverbote vermieden werden sollen, dann müssten alle Diesel mit der Euro-Norm 4 und 5 in die Werkstätten zur Hardware-Nachrüstung. Dies müsste verbindlich per Nachweis der Werkstätten geregelt werden“, so Thomas von Löwis of Menar, Teamchef des Autorennstalls Four Motors http://www.fourmotors.com. Die umweltfreundlichen Rennautos von Four Motors werden unter anderem vom bekannten Rapper und Showstar Smudo gesteuert.

„Es ist ziemlich verlogen, nun nur die Autoindustrie an den Pranger zu stellen“, so der frühere DTM Pilot. „Selbstverständlich müssen die Autobauer ihre Hausaufgaben machen. Benzin- und Dieselfahrzeuge sind letztlich Auslaufmodelle. Der Verbrennungsmotor hat keine Zukunft. Aber ein Diesel der Euro-Norm 6 ist immer noch eine wichtige Brückentechnologie, auf die wir nicht von heute auf morgen verzichten können. Bei der Diskussion um den CO2- und NoX-Ausstoß dürfen wir aber nicht die emittierende Industrie und vor allem auch nicht die boomende Schifffahrt außer Acht lassen. Während in Autos Partikelfilter Vorschrift sind, dürfen die dicken Ozeanriesen immer noch den ganzen Dreck ungefiltert in die Luft blasen. Wir dürfen uns hier nicht länger hinter den nicht vorhandenen Umweltstandards von Kleinstaaten wie Liberia und  Panama verstecken, die bei der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO den Ton angeben.“

Ozeanriesen sorgen für dicke Luft

Nach Berechnungen des Automobilexperten Helmut Becker http://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Skandal-beim-Klimaschutz-article18932511.html stoßen die 15 größten Seeschiffe der Welt jährlich mehr schädliche Schwefeldioxide aus als die ganze Pkw-Flotte der Erde. Laut Naturschutzbund (Nabu) schaffe kein einziges der luxuriösen Kreuzfahrtschiffe die Abgasnorm, die für Autos oder Lastwagen schon lange gelten, so Becker. Ein einziger Ozeanriese auf einer Kreuzfahrt stoße so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Pkw auf gleicher Strecke.

„Klimaschutz bleibt eine Daueraufgabe. Mit einem Diesel-Gipfelchen in Berlin, bloßen Absichtserklärungen und einer reinen Fokussierung auf die Autoindustrie wird man dieser Aufgabe nicht gerecht. Das Thema ist allerdings viel zu komplex für das öde parteipolitische Schaulaufen, das uns zurzeit die Umwelt- und Verkehrsminister liefern“, so Zondler.

Schöne neue Arbeitswelt – Die Macht der Angestellten

Arbeit scheint „in“ zu sein. Zumindest bei der älteren Generation. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging 2016 jeder Neunte in der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen einer Erwerbstätigkeit nach. Die Experten sind wie immer uneins, ob dies eine Folge zunehmender Altersarmut oder einfach dem Umstand geschuldet ist, dass sich mancher topfitte Senior noch etwas hinzuverdienen will.

Dass die Arbeitswelt derzeit insgesamt im Wandel ist, bestätigt der Personalexperte Michael Zondler vom Stuttgarter Beratungsunternehmen CENTOMO https://www.centomo.de. „Das Bild ist nicht einheitlich. Während in Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien oder Griechenland eine hohe Jugendarbeitslosigkeit herrscht, fehlt es in Deutschland aufgrund des politisch gewollten Akademisierungswahns inzwischen an Nachwuchs in einigen Ausbildungsberufen und speziell im Handwerk. Bei uns haben es Flüchtlinge, Menschen mit Migrationshintergrund, gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose schwer, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Doch dies sind Ausnahmen. Im April 2017 hatten wir erstmals 44 Millionen Erwerbstätige. Das heißt, es läuft nicht alles rund, aber doch viel richtig auf dem deutschen Arbeitsmarkt“, so Zondler.

Der CENTOMO-Chef stellt eine zunehmende „Machtverlagerung“ weg von den Arbeitgebern und hin zu den Arbeitnehmern fest. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel schrieb in diesem Zusammenhang schon von der neuen „A-Klasse“. Zusehends diktierten die Angestellten die Bedingungen. Es gäbe höhere Gehälter, zusätzlichen Urlaub und mehr Freiheiten. „Die neue A-Klasse bedeutet nicht, dass nur A wie Akademiker den Ton angeben. Klar, viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder studieren. Doch die OECD liegt völlig falsch, wenn sie Deutschland für im internationalen Vergleich zu geringe Akademikerquote geißelt. Als Personaldienstleister in den Bereichen Automotive, Maschinenbau und Elektronik haben wir es durchgängig mit gut bzw. sehr gut verdienenden Klienten zu tun. Es gibt aber auch andere Akademiker – zum Beispiel aus den Geistes- oder Sozialwissenschaften – die gehaltsmäßig nicht mit einem gut verdienenden Handwerker mithalten können“, sagt Zondler.

Doch mit Geld allein lassen sich die Talente von heute oder morgen schon lange nicht mehr (allein) ködern. So berichtet der Spiegel, dass Großkanzleien schon seit Langem damit kämpfen, dass Junganwälte nach ein paar Jahren des Überstunden-Schiebens auf bequemere Jobs in der Industrie oder Justiz wechseln. „Weil Geld eben nicht alles ist und man nicht will, dass der eigene Nachwuchs das Wort Kita schneller über die Lippen kriegt als Mama und Papa. Wer gute Leute haben will, der muss ihnen auch zeitliche Flexibilität bieten“, betont der Personalexperte. Wer sich als Berufsanfänger für eine geregelte 40-Stunden-Woche in einer Top-Kanzlei entscheidet, erhält statt der üblichen 120.000 Euro bei voller Verfügbarkeit dann eben „nur“ 80.000 Euro.

„Angestellte sind anspruchsvoller geworden. Letztlich setzt jeder für sich die Prioritäten, ob beim Gehalt, beim Urlaub, der betrieblichen Altersversorgung oder sonstigen Angeboten eines Unternehmens in den Bereichen Sport oder Kinderbetreuung. Allerdings weist Sven Böll im Spiegel zu Recht darauf hin, dass die Bäume für die neue A-Klasse nicht in den Himmel wachsen. Wenn Arbeit zu teuer wird, dann werden Unternehmen noch mehr in Robotisierung und Digitalisierung investieren. Doch als Faustregel gilt, dass man umso ungefährdeter ist, je besser man qualifiziert und zur Fortbildung bereit ist. Schon jetzt ist absehbar, dass es für die sozial Abgehängten und schlecht Qualifizierten immer schwieriger sein wird, sich in diesem Arbeitsumfeld zu bewegen. Daher wird auf lange Sicht, davon bin ich überzeugt, eine Art Grundeinkommen unausweichlich sein. Sonst können wir den sozialen Frieden nicht erhalten“, so Zondler.

„Circle of Competence“: Fokussieren statt verzetteln

Das Wort „verzetteln“ wird meist ohne großes Nachdenken benutzt. Doch was bedeutet es? Verzetteln heißt, dass sich jemand „planlos und unnütz für vielerlei Kleinigkeiten“ verbraucht und seine Zeit mit „vielerlei Unwichtigem“ verbringt, so der Sprachwissenschaftler Wilfried Kürschner http://www.baer-linguistik.de/beitraege/jdw/verzetteln.htm.

„Wer Karriere machen oder in seinem Beruf zu den Besten gehören will, der sollte sich besser früh als spät nicht verzetteln, sondern auf ein Ziel hin fokussieren und konzentrieren“, sagt der Personalberater Michael Zondler von CENTOMO https://www.centomo.de in Stuttgart. Der Schweizer Schriftsteller und Unternehmer Rolf Dobelli empfiehlt daher, den eigenen Erfolg durch Verzicht zu steigern. Er verweist dabei auf den Investor und Mäzen Warren Buffett, der den Begriff des „Circle of Competence“ geprägt hat. Dieser „Kompetenzkreis“ bedeutet, dass man alles, was innerhalb dieses Kompetenzkreises liegt, mit Meisterschaft beherrscht. Was außerhalb liegt, versteht man nicht oder nur halb.

„Die Lehre vom Kompetenzkreis ist ein Erfolgsrezept für den Beruf, nicht für das Privatleben. Wer leidenschaftlich, aber schlecht italienische Opernarien singt, kann dies zum eigenen Vergnügen in seiner Freizeit gerne tun. Wer mit Freude den Kochlöffel schwingt, aber nur höchst unterdurchschnittliche Gerichte zaubert, sollte dies auch nicht lassen, wenn es der eigene Magen verträgt und die Gäste nicht fern bleiben. Für das Berufsleben gelten hingegen andere Gesetzmäßigkeiten: Wer von seinem 25. bis zu seinem 65. Lebensjahr – also ein halbes Leben lang – eine bestimmte Tätigkeit ausübt, sollte sich vorab gut überlegen, ob sie zu ihm passt und ob er sie gut beherrscht. Während man es sich im Privatleben eher leisten kann, seine Zeit zu verzetteln, weil es auch einfach mal Spaß und Entspannung bringen kann, sollte man seine beruflichen Ziele mit Leidenschaft und Konzentration verfolgten“, so Zondler.

Dobelli rät dazu, dass eigene berufliche Leben konsequent um den eigenen Kompetenzkreis herum zu organisieren: „Hören Sie auf, sich über Ihre Defizite zu ärgern. Lassen Sie den Salsa-Unterricht sein, wenn Sie zwei linke Füße haben. Hören Sie auf, von einer Künstlerkarriere zu träumen, wenn Ihr Kind nicht unterscheiden kann, ob Sie ein Pferd oder eine Kuh gemalt haben. Und schlagen Sie sich die Restaurantidee aus dem Kopf, wenn Sie schon mit dem Besuch Ihrer Tante überfordert sind.“ Eine einzige Meisterschaft – so der Autor in der NZZ – wiegt tausend Schwächen auf.

Dobelli hält selbst „Besessenheit“ für eine gute Eigenschaft im Beruflichen. Denn nur sie treibe Menschen an, Tausende und Abertausende Stunden in eine Sache zu investieren. Beste Beispiele hierfür seien Bill Gates (Programmieren), Steve Jobs (Kalligrafie und Design) oder Warren Buffett (Investments).

Die Regel des „Fokussierens statt Verzettelns“ gelte nicht nur für Menschen, sondern auch für Unternehmen, meint Zondler: CENTOMO ist aktuell der einzige Personaldienstleister in Deutschland mit dem klaren Fokus auf die Mobilität der Zukunft. Die Veränderung unserer Mobilität durch Technologie öffnet neue Geschäftsfelder und entwickelt bestehende weiter. Für den Nachwuchs und Profis entstehen dadurch bahnbrechende Optionen. Die Consultants von CENTOMO arbeiten bereits seit 2009 gemeinsam mit der Automobilindustrie am Fahrzeug der Zukunft und besetzen zukunftsweisende Positionen mit Top-Talenten aus aller Welt.


Bello und Büro? Warum sich Hunde positiv auf das Arbeitsklima auswirken

Mit dem eigenen Bello im Büro? Für viele Chefs und Angestellte ist dies immer noch eine ungewöhnliche Vorstellung. Doch der Trend geht eindeutig dahin, dass der Kollege Hund auch am Arbeitsplatz keine Seltenheit mehr ist. Nicht nur in hippen kalifornischen Startups weiß man inzwischen, dass freundliche und ausgelassene Vierbeiner sich positiv auf das Arbeitsklima auswirken können.

Für CENTOMO-Geschäftsführer https://www.centomo.de Michael Zondler aus Stuttgart sind Tiere im Büro gelebte und bereichernde Normalität. Er wurde vom Job-Portal kununu.de zum hundefreundlichsten Chef im Ländle gewählt. „Von unseren 15 Mitarbeitern bringen zwei ihre Hunde mit ins Büro. Neun von zehn Kunden freuen sich, wenn sie von den Tieren schwanzwedelnd begrüßt werden“, so Zondler gegenüber der Bild-Zeitung http://www.bild.de/regional/stuttgart/arbeitgeber/kollege-hund-voll-im-trend-52157764.bild.html. Sein Hund Gustav hat sogar ein eigenes Facebook-Profil https://www.facebook.com/Gustavzondlerson-. „Gustav sorgt für gute Laune im Team und entkrampft stressige Situationen oder Streit. Und für mich selbst ist er ein Fitnesstraining auf vier Beinen. Mit Gustav drehe ich jeden Tag drei Runden und lege dabei rund acht Kilometer zurück. Das ist gesund für uns beide und ich bekomme zwischendurch mal den Kopf frei“, so der Personalberater.

Doch nicht jeder Chef hat ein Herz für Hunde wie Hundebesitzer Zondler. Bevor man seinen Hund mit zur Arbeit bringt, muss man auf jeden Fall seinen Chef fragen. Und auch nicht jeder zweibeinige Kollege ist ein Fan von Fifi im Büro. Manche haben Angst vor Hunden, andere leiden unter einer Hundeallergie. Wie der Deutschlandfunk berichtet, haben die Kollegen kein Einspruchsrecht, wenn der Boss grünes Licht für Bello gegeben hat. „Man sollte eine solche Entscheidung aber nicht ohne sein Team treffen“, rät Zondler. „Denn ein Bürohund ist ja quasi ein neues Teammitglied. Wenn Mitarbeiter Bedenken haben, kann man sich zum Beispiel darauf einigen, dass der Hund nur in bestimmte Büroräume gehen darf. Und aggressive, ständig bellende und unausgeglichene Hunde sind selbstverständlich auch nicht für ein Arbeitsumfeld geeignet. Schließlich sollen sie ja nicht als Wachhund fungieren, sondern Spaß ins Büro bringen. Mit Hunden erhöht sich oft die Produktivität. Stress wird abgebaut. Puls und Blutdruck der Mitarbeiter sinken, wenn sie Gustav zwischendurch mal kraulen.“

Empfehlenswert ist laut Deutschlandfunk auch der Abschluss einer Tierhaftpflichtversicherung, falls der Bürohund nicht nur Butterbrote stibitzen sollte, sondern auch einmal größeren Schaden anrichtet. Grundsätzlich haftet der Besitzer, aber unter Umständen kann auch der Arbeitgeber belangt werden, weil er ja grünes Licht gegeben hat.

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