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Personalexperte Michael Zondler begrüßt Pläne des SPD-Wirtschaftsforums für mehr Rechtssicherheit beim Einsatz von freiberuflichen IT-Experten

„Es ist nicht so schlimm, wenn man Fehler macht. Es ist schlimm, wenn man wider besseres Wissen und gegen jede Erfahrung stur auf einer einmal getroffenen Entscheidung beharrt. Insofern ist es richtig, dass
das SPD-Wirtschaftsforum mehr Rechtssicherheit beim Einsatz freier Digitalisierungsexperten fordert. Ansonsten wandern diese nämlich ins
Ausland ab. Und die Unternehmen würden ansonsten weiter an einer
unklaren Rechtslage leiden.“

Mit diesen Worten kommentiert der Stuttgarter Personalexperte Michael Zondler ein aktuelles Positionspapier des SPD-nahen Wirtschaftsverbandes.
Die Regulierung war ursprünglich ein „Herzensanliegen der SPD“ (Frank Specht), die so den Missbrauch von Werkverträgen eindämmen und Leiharbeit auf ihre Kernfunktionen zurückführen wollte. Deshalb trat im Frühjahr ein entsprechendes Gesetz in Kraft. Mit ihrem inhaltlichen Schwenk reagiert das Wirtschaftsforum der Sozialdemokraten auf Kritik der Wirtschaft über Rechtsrisiken sehr gut bezahlter Freelancer. In Deutschland gibt es
allein rund 120.000 IT-Freelancer.

Bisheriges Gesetz fördert die Abwanderung von IT-Experten ins Ausland

Schon heute sei erkennbar, dass IT- und Digitalisierungsexperten ins Ausland abwandern und ihr Spezialwissen dort anbieten, warnt der Vizepräsident des Wirtschaftsforums, Robert M. Maier. Aufgrund des unbestrittenen Fachkräftemangels in diesem Segment zögen Freelancer eine freie Tätigkeit meist selbst einer lukrativen Festanstellung vor, weil sie als Freelancer zurzeit deutlich höhere Tagessätze fordern könnten.

Das Positionspapier plädiert dafür, IT-Freelancer von der jetzt geltenden gesetzlichen Regelung auszunehmen, wenn sie ein hohes Einkommen und eine angemessene Altersvorsorge nachweisen könnten.

„Das Thema ist ja nicht neu. Schon vor fünf Jahren habe ich davor gewarnt, dass die geplanten Regelungen sich nur als ein Beschäftigungsprogramm für Juristen entpuppen könnten“, sagt CENTOMO-Geschäftsführer Michael Zondler. Damals hatte ich bereits vorgeschlagen, dass die Höhe des Verdienstes von Freiberuflern ein Richtwert sein könnte, ob sie unter die damals geplanten gesetzlichen Regulierungen fallen oder nicht. Auch der Ansatz, eine angemessene Altersversorgung zu berücksichtigen, ist nicht verkehrt.“

Zondler hofft, dass die Vorschläge des SPD-Wirtschaftsforums nun Eingang in die Politik der Großen Koalition finden werden. Dadurch habe man zwar noch keinen einzigen zusätzlichen IT-Experten gewonnen. Aber wenn Deutschland im Wettbewerb mit den USA, China und anderen Staaten in Zukunft bestehen wolle, dann dürfe man die Situation für Unternehmen und Freiberufler nicht noch zusätzlich erschweren.

„Ich ergänze meine Aussage von damals. Das seit 2017 geltende Gesetz ist nicht nur ein Beschäftigungsprogramm für Juristen, sondern unterstützt die IT-Industrien in anderen Ländern. Es wirkt geradezu wie ein Auswanderungsprogramm für hochqualifizierte Spezialisten“, so Zondler.

Link zur Position des SPD-Wirtschaftsforums:
https://www.spd-wirtschaftsforum.de/news/wirtschaftsforum-der-spd-fordert-rechtssicherheit-beim-einsatz-freier-digitalisierungsexperten-maier-warnt-vor-abwanderung/

Digitalisierung beschleunigt Fluktuation – Time To Say „professional“ Goodbye

Gute Personalführung zeigt sich nicht nur darin, die geeigneten Fachkräfte einzustellen, sondern auch in der Kunst des Kündigens. „Ein Abschied mit Anstand sollte dabei für beide Seiten immer das Ziel sein“, sagt der Personalberater Michael Zondler von CENTOMO https://www.centomo.de in Stuttgart. Keine Seite – weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer – habe einen Nutzen davon, verbrannte Erde zu hinterlassen. Insbesondere Kündigungen sind eine hoch emotionale Angelegenheit, die zu Wut, Enttäuschung und Zorn führen und ganze Abteilungen verunsichern können.

„Kluges Kündigen ist vor allem eine Frage der richtigen Kommunikation. Ein Angestellter, der wechseln will, sollte seine Kündigung fair und stilvoll mitteilen“, so Zondler. Er erinnert an eine alte „Stromberg“-Folge mit dem Titel „Die Kündigung“. Stromberg hat in dieser Folge ein vermeintlich gutes Angebot einer anderen Versicherung, wiegt sich in Sicherheit und lässt beim derzeitigen Arbeitgeber die sprichwörtliche „Sau“ raus. Letztlich entpuppt sich das Ganze als Irrtum und Stromberg muss zu Kreuze kriechen.

„Wenn man kündigt, ist nicht der richtige Zeitpunkt für eine Fundamental-Abrechnung mit dem Arbeitgeber. Daraus schöpft man vielleicht fünf Minuten Befriedigung. Berechtigte Kritik sollte man vorher klug und wohldosiert anbringen. Wenn man so oder so weg will, dann bringt es nichts, den alten Arbeitgeber zu verärgern und eventuell zu irrationalen Reaktionen zu reizen. Es spricht sich innerhalb einer Branche oder Stadt oft rum, wenn man schlecht über einen früheren Arbeitgeber spricht. Negative Gefühle sollte man mit sich selbst oder mit Familie und Freunden abmachen“, rät der Personalexperte.

Löw hat gezeigt, wie man Alles falsch macht

Aber auch für ein Unternehmen sei es sehr wichtig, eine Kündigung von Mitarbeitern professionell zu kommunizieren – vor allem dann, wenn es sich um verdiente Mitarbeiter und langjährige Leistungsträger handelt.

„Der Bundestrainer hat jüngst bei der Trennung von Boateng, Hummels und Müller gezeigt, wie man es nicht machen sollte. Ich will gar nicht beurteilen, ob die endgültige Trennung von drei Bayern-Spielern fachlich richtig war oder nicht. Die Außendarstellung war jedenfalls katastrophal. Durch unsensible Kommunikation hat der DFB drei langjährige Führungsspieler verärgert, einem wichtigen Bundesliga-Club vor den Kopf gestoßen und auch beim ‚Nachwuchs‘ für Verunsicherung gesorgt. Joshua Kimmich, ein Führungsspieler der Zukunft, hatte den Trainer öffentlich kritisiert wegen der Ausbootung der Weltmeister. Alles sehr unglücklich und angesichts der Bedeutung des DFB für die Gesellschaft nicht wirklich nachvollziehbar. Es handelt sich ja hier nicht um einen Kreisligisten“, meint Zondler.

In Zukunft werde das Thema Kündigung sogar noch wichtiger. Angesichts des Innovationsumbruchs und der Digitalisierung müssten Unternehmen folgende Fragen beantworten: Wen nehme ich mit? Von wem muss ich mich trennen? Wen bilde ich weiter? Wenn ein Unternehmen beispielhaft zeige, wie man diese drei Fragen positiv und professionell beantworten kann, dann könnte es wie ein Magnet wirken und die Top Talente anziehen.

Die Kunst des guten Fahrens

Im Fernsehen, Internet, Radio und in der Zeitung wimmelt es von schlechten Nachrichten. Manchmal könnte man denken, man lebte in der schlechtesten aller möglichen Welten. Doch ist die Welt wirklich ein so schrecklicher Ort, wie wir oft denken? „Schwarzseherei ist cool“, schreibt der Autor Matt Ridley in einem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung. Studien hätten den Befund erbracht, dass Menschen in entwickelten Gesellschaften dazu neigten, ihr Land und die Welt pessimistisch, das eigene Leben aber optimistisch zu betrachten.

Ridley bestreitet nicht, dass es viele Gründe gibt, sich Sorgen zu machen. Er führt unter anderem Terrorismus, Fettleibigkeit oder Umweltprobleme an. Aber die wissenschaftlich belegbaren Fakten lieferten keine ausreichende Erklärung dafür, dass viele Menschen so pessimistisch sind. Denn zumindest in der westlichen Hemisphäre sind „harte“ Fakten wie Gesundheitsversorgung, Bildung, Wohlstand, die Lebenserwartung etc. ja wesentlich besser als noch Jahrzehnte zuvor.

Schwarzsehen ist uncool!

Der verstorbene schwedische Gesundheitswissenschaftler und Statistiker Hans Rosling schreibt: „Bei den Ereignissen, die von den Medien stark wahrgenommen werden, wird das Ungewöhnliche aufgebläht und der Fokus liegt auf abrupten Veränderungen.“
Schlechte Nachrichten wie Kriege, Bombenanschläge, Unfälle, Umweltkatastrophen usw. treten oft plötzlich auf, gute nicht.

Dass wir die Welt oft nicht rational, sondern emotional betrachten, trifft auf viele Bereiche unseres Lebens zu. „Die Automobilindustrie war von diesem Phänomen in der letzten Zeit besonders krass betroffen“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de aus Stuttgart.
„Auf der einen Seite werden Autos immer besser, umweltfreundlicher, komfortabler und sicherer, auf der anderen Seite gibt es immer mehr negative Berichte über DIE Automobilindustrie. Da ist etwas aus dem Lot geraten.“

Sein auf die Mobilität der Zukunft spezialisiertes Beratungsunternehmen geht daher bewusst einen anderen Weg. „Wir bei CENTOMO blicken nach vorn, nicht in den Rückspiegel. Wir beschäftigen uns mit dem Gelingen, nicht mit dem Scheitern. Die Mobilität der Zukunft ist eine Riesenchance, unser Leben zu verbessern. Die Experten, die diese Zukunft aktiv mitgestalten, sind Helden, auch wenn sie vielleicht ganz unauffällige Spezialisten und Experten sind. Wir scouten diese neuen Helden und besten Talente, die kreativ sind und den Mut und den Drive haben, neue Wege zu gehen.“

Mobilität der Zukunft kann unser Leben verbessern

Der Automobilindustrie rät Zondler, gelassener mit schlechten Nachrichten umzugehen. Man könne es nicht allen Interessens- und Lobbygruppen recht machen. Wichtig sei, sich wieder auf die eigenen Kompetenzen zu besinnen. In seinem Buch „Die Kunst des guten Lebens“ schreibt der Schweizer Autor und Unternehmer Rolf Dobelli, dass es zum guten Leben gehöre, dass jeder seine Grenzen kennen müsse: „Es ist vollkommen unwichtig, auf wie vielen Gebieten Sie durchschnittlich oder unterdurchschnittlich sind. Hauptsache, Sie sind in wenigstens einer Sache weitaus überdurchschnittlich – und zwar am besten weltweit. Sind Sie das, haben Sie gute Voraussetzungen für ein gutes Leben.“

Diese Aussage könne man auch auf die deutsche Automobilindustrie übertragen, meint Zondler. Sie produziere immer noch die weltweit besten Autos, so gut, dass sie ein verzweifelter Mann im Weißen Haus sogar in seiner Not als „Sicherheitsrisiko“ einstufe. Der Fokus müsse wieder ganz klar auf die „Kunst des guten Fahrens“ gelegt werden. „Es bringt nichts, ständig auf Fehlern der Vergangenheit herumzureiten. Es bringt auch nichts, vor Veränderungen, die in der Zukunft eintreten könnten, Angst zu haben. Es bringt nur etwas, im Moment zu leben und sich mal wieder etwas mehr auf die eigenen Stärken zu besinnen und seinen Job mit Selbstbewusstsein und Optimismus zu erledigen.“

Do your Job – Warum Arbeit nicht mit zu viel inszeniertem „Spaß“ überladen werden sollte

Früher mussten die Menschen zumeist deutlich härter und länger arbeiten als heute. Doch wahrscheinlich wurde noch nie so viel über den Sinn von Arbeit gestritten. Vereinfacht gesagt gibt es zwei Denkschulen: Die einen plädieren für eine strikte Trennung von Arbeit und Freizeit, die anderen halten dies für eine künstliche Trennung oder plädieren sogar für „Workation“, also die Verbindung von Arbeit und Urlaub.

„Die Diskussionen über die Work-Life-Balance und andere Phänomene halte ich manchmal für etwas effekthaschend“, sagt der Personalberater Michael Zondler, Geschäftsführer von CENTOMO https://www.centomo.de in Stuttgart. „Pauschal lässt sich die Frage nach dem Sinn der Trennung von Arbeit und Freizeit nämlich nicht beantworten. Manche fahren mit dem einen Modell besser, andere mit dem Alternativmodell. Klar ist auf jeden Fall, dass ab einer bestimmten Führungsebene und Gehaltsstufe die Übergänge fließender werden.“

Als Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens könne er nicht drei Tage in der Woche im Homeoffice verbringen. Und der Arbeitstag sei auch nicht immer Schlag 17 Uhr zu Ende.

„Wenn ich mit Kandidaten spreche, merke ich sofort, für welche Unternehmenskultur sie sich eignen. Wer sehr introvertiert ist, keine Lust darauf hat, regelmäßig an Abendveranstaltungen teilzunehmen oder schon beim ersten Gespräch nach Arbeitszeiten und Urlaubstagen fragt, scheidet für eine Top-Management-Position aus. In den Führungsebenen oder in der Beratung sind Networking, Flexibilität, Arbeit auch mal an Wochenenden und lange Tage – oft auch durch Reisen – an der Tagesordnung.“

Ein gutes Arbeitsklima bemisst sich nicht an der Anzahl der Kickertische
Dies wolle er nicht bewerten. Menschen seien nun einmal unterschiedlich und müssten auch gemäß ihren unterschiedlichen Stärken, Vorlieben und Fähigkeiten eingesetzt werden. Der CENTOMO-Chef hält daher auch nichts davon, Arbeit zu romantisieren oder zu überhöhen. „Der Arbeitsplatz ist mir heute bisweilen zu viel Spaßgesellschaft. Vorgesetzte und Mitarbeiter sind in erster Linie dafür da, zunächst ihren Job zu erledigen. Zu viel Intimität, Spaß und Firlefanz am Arbeitsplatz schaden da nur.“

Das Magazin „Stern“ trat daher jüngst bewusst auf die Spaßbremse https://www.stern.de/wirtschaft/job/job–warum-zu-viel-spass-am-arbeitsplatz-gefaehrlich-werden-kann-8004626.html. Zwischen Kickertisch, Saftbar und Riesenrutsche würden die Mitarbeiter schnell vergessen, wozu sie eigentlich da sind. Die derzeitige Entgrenzung von Arbeit und Freizeit führe dazu, dass viele immer mehr Zeit im Büro und mit den Kollegen verbrächten.

Zeit verbringen versus Arbeit erledigen?
In manchen Firmen gibt es da, vorsichtig formuliert, deutliche Unschärfen, meint Zondler: „Natürlich mache ich mit meinen Mitarbeitern auch mal etwas außerhalb des Büros. Ich lege auch viel Wert auf ein gutes Klima im Büro. Nicht ohne Grund wurde CENTOMO auch 2019 wieder zu Deutschlands Top-Arbeitgebern des Mittelstands gekürt. Doch ein fairer und wertschätzender Umgang bemisst sich nicht an der Anzahl der Kickertische.“ Die meisten Mitarbeiter würden es schätzen, gerne zur Arbeit zu gehen, vernünftig bezahlt zu werden und vor Allem das zu tun, was sie gut können. Mit gegenseitigem Respekt und Fairness. Am Ende käme es immer noch auf die Produktivität an. Der Spaßfaktor sei keine harte Währung in der Wirtschaftswelt.

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viviane.lueer@centomo.inmediaibiza.com

Automobilindustrie: IT-Spezialisten gefragter als Ingenieure

Gehen uns in der Arbeitswelt von morgen die Jobs aus? Einige Horrorszenarien, die von sogenannten „Experten“ entworfen werden, könnten darauf schließen lassen. Der Fernseh-Philosoph Richard David Precht sagt voraus, dass in der deutschen Automobil- und Zuliefererindustrie zwei Millionen Jobs aufgrund der Automatisierung verloren gehen werden http://automotive-technology.de/philosoph-precht-das-ende-der-deutschen-autoindustrie/.

„Ich halte nichts von solchen vermeintlich präzisen Vorhersagen und halte es eher mit dem Ökonomen Jeremy Rifkin. Dieser sagt, dass die Arbeitswelt von morgen anspruchsvoller werden wird. Die Jobs würden uns nicht ausgehen, aber lebenslanges Lernen und ständige Weiterbildung werden dabei immer wichtiger. Wer stagniert, könnte sozusagen auf der Strecke bleiben“, so der Stuttgarter Personalberater Michael Zondler (CENTOMO). Laut Rifkin werden Berufe, in denen Empathie, Kreativität und eine Zusammenarbeit über verschiedene Disziplinen hinweg unabdingbar sind, auf absehbare Zeit nicht von Robotern ersetzt werden können https://www.nzz.ch/wirtschaft/anspruchsvolle-neue-arbeitswelt-ld.1383395.

Zondler sagt, dass es in der Automobilbranche zurzeit einen eindeutigen Trend gibt. CENTOMO hat sich als Personalberatungsunternehmen auf die Mobilität der Zukunft spezialisiert. Im täglichen Beratungsgeschäft wird deutlich, dass in der Autoindustrie und der Zuliefererindustrie inzwischen mehr hochqualifizierte IT-Spezialisten als Ingenieure gesucht werden.

Eine aktuelle Studie belegt dies: Im ersten Quartal 2018 suchte die Branche rund 1.400 akademisch ausgebildete IT-Experten, aber „nur“ ca. 1.050 „klassische“ Ingenieure. „IT-Spezialisten überholen die Ingenieure“ lautete denn auch die Überschrift der Automobilwoche zu der Studie https://www.automobilwoche.de/article/20180509/NACHRICHTEN/180509898/fachkraefteindex-automobilindustrie-it-spezialisten-ueberholen-die-ingenieure.

Nach einer weiteren Studie könnten die deutschen Autohersteller in ihren F&E-Abteilungen bis zum Jahr 2020 Tausende zusätzliche Ingenieure einstellen. Der Bedarf an klassischen Technikern dürfte dabei aber stagnieren. Gefragt seien vor allem Softwareingenieure und sonstige IT-Spezialisten.

„Für IT-Talente sieht die aktuelle Arbeitswelt im Automobilbereich sehr gut aus“, resümiert Zondler. Dies dürfte sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern, denn die Digitalisierung nimmt in der Branche erst so richtig Fahrt auf.

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