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Personalexperte Michael Zondler kritisiert Studie von Ernst & Young – Die Automobilindustrie hat ihre „erotische Blütezeit“ erst noch vor sich

„Studenten wollen vor allem in den öffentlichen Dienst“ und „Die Attraktivität der Autoindustrie“ bricht ein.[1] So lauteten zwei Headlines, die in den letzten Tagen für ein gewisses Medienrauschen gesorgt haben. Der Personalexperte Michael Zondler äußert Zweifel an der Aussagekraft der zugrundeliegenden Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young.[2] Er appelliert aber auch an die Autoindustrie und die Zuliefererindustrie, in Zukunft noch intensiver als bisher an die Schulen und Unis zu gehen, um Aufklärungsarbeit zu leisten.

„Laut der Studie von Ernst & Young wollen 41 Prozent der befragten Studenten Staatsdiener werden. Die Automobilindustrie – vor zwei Jahren mit 22 Prozent noch drittbeliebtester Arbeitgeber – sei nur noch für acht Prozent der Studenten attraktiv. Zum einen sind im öffentlichen Dienst gar nicht so viele Stellen verfügbar. In vielen Kommunen, die sich im Nothaushalt befinden, wird Personal abgebaut. Zum anderen leben wir in Deutschland beim Thema E-Government noch in der Steinzeit. Kleine Länder wie Estland sind uns da weit voraus. Dort lassen sich fast alle ‚Behördengänge‘ digital erledigen. Wer also meint, er könne sich in einer Verwaltung vor den vermeintlichen Zumutungen der Digitalisierung verstecken, liegt falsch. Sie wird auch in unseren Rathäusern und Verwaltungen einziehen und die dortige Arbeitswelt revolutionieren“, sagt Zondler. Es gäbe keine Wärmestuben und Nischen mehr, wo man vom Berufseinstieg bis zur Rente in völliger Sicherheit arbeiten könne. Das würden auch Studenten merken, wenn sie erst mal in der Realität des Arbeitsmarktes angekommen seien.

Autoindustrie muss ran an die Schulen und Unis

Die Angaben zur nachlassenden Attraktivität der Autoindustrie will CENTOMO-Geschäftsführer Zondler nicht überbewerten. „Das Ergebnis überrascht mich nicht so sehr. In den letzten beiden Jahren ist sehr negativ über die Autoindustrie berichtet worden. Ein Schwerpunkt der Berichterstattung lag oft bei Skandalen und nicht bei den technischen Innovationen. Keine Frage: Die Autoindustrie hat – Stichwort Abgasmanipulationen – eigene schwere Fehler gemacht. Wenn der Trendforscher Matthias Horx aber sagt, die Autoindustrie habe an Ansehen verloren, weil sie ihre ‚erotische Blütezeit‘ hinter sich habe, zeigt dies, dass er von der Mobilitätsrevolution keine Ahnung hat. Ein Tesla soll weniger erotisch sein als ein Ford Orion oder ein Volkswagen? Das ist doch ziemlicher Unfug. Mit dem autonomen Fahren, der Digitalisierung der Branche, der Arbeit an umweltschonenderen Antrieben etc. stehen wir vor einem Big Bang. Die Unternehmen müssen noch stärker als bisher ran an die Schulen und die Universitäten, um jungen Menschen zu vermitteln, wie spannend und erfüllend eine Mitgestaltung dieses Mobilitätswandels sein kann. Eine Mitarbeit an immer sichereren, komfortableren und umweltschonenderen Fahrzeugen soll weniger spannend sein als eine Arbeit im Grundbuchamt? Das glaube ich nicht“, so Zondler.

IT und Automobilindustrie sind nicht mehr zu trennen

Doch auch die Autoren der Studie nimmt Zondler ins Visier. „Eine Überschrift lautet: ‚Ingenieure wollen in die IT – und nicht mehr in die Automobilindustrie‘. Diese Aussage ist völlig sinnlos. Denn es gibt gar keine IT-freie Automobilindustrie mehr. Kaum eine andere Branche dürfte in den nächsten Jahren von der IT so geprägt werden wie die Autoindustrie. Und in kaum einer anderen Branche werden IT-Experten zurzeit so umworben wie in diesem Wirtschaftszweig.“

Insgesamt solle man der Studie cool begegnen, auch wenn ihre Aussagekraft fragwürdig sei. Die intensive Berichterstattung über die Ergebnisse könne aber den negativen Effekt haben, dass die Autoindustrie weiter schlecht geredet werde. Audi, BMW, Mercedes und Co. leisteten aber einen sehr wichtigen Beitrag zu unserer Wertschöpfung, nicht unsere Verwaltungen. Ein Staat mit einem Übermaß an Staatsdienern und zu wenigen Unternehmern und Leuten, die sich für die Wirtschaft begeistern, stagniere und falle zurück. Das Alter der Befragten der Studie von Ernst & Young sei relativ jung. Zudem strebten 41 Prozent der Befragten mit einem Bachelor nur einen vergleichsweise „geringen“ Abschluss an. „Meine Botschaft an begabte und ehrgeizige junge Leute lautet: In der Autoindustrie wartet eine gute Zukunft auf sie. Die Aufgaben sind spannend, herausfordernd, international und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Jahrelang lief es in der Branche wie von selbst. Jetzt kommt Gegenwind. Dem muss sich die Branche selbstbewusst, aber auch mit Demut wegen eigener Fehler in der Vergangenheit stellen“, so Zondler.

[1] https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-07/oeffentlicher-dienst-berufswahl-studenten-studie
[2] https://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/ey-studentenstudie-2018/$FILE/ey-studentenstudie-2018.pdf

In den nächsten vier Jahren kommen 20 bis 25 attraktive und hoch funktionale Modelle – Kaufprämie für Elektroautos sollte daher unbedingt verlängert werden

Der Stuttgarter Automobilexperte Michael Zondler spricht sich für eine Verlängerung der Kaufprämie für Elektroautos aus. Diese soll eigentlich im Juni 2019 auslaufen, obwohl derzeit noch rund 80 Prozent des Fördertopfes in Höhe von 1,2 Milliarden Euro nicht ausgegeben worden sind.

„Obwohl in den ersten Monaten dieses Jahres erfreulicherweise deutlich mehr E-Autos und Plug-in-Hybride zugelassen wurden, glaube ich nicht, dass der Fördertopf bis zum Auslaufen der Förderrichtlinie voll ausgeschöpft werden kann. Daher halte ich eine Verlängerung für sehr sinnvoll – und zwar aus Sicht der Verbraucher, der Automobilindustrie und der Politik“, sagt Zondler, dessen Beratungsunternehmen CENTOMO sich auf die Mobilität der Zukunft spezialisiert hat.

Das Förderprogramm soll für mehr als 300.000 Fahrzeuge reichen. 600 Millionen Euro werden vom Bund zur Verfügung gestellt. Die andere Hälfte der 1,2 Milliarden Euro finanzieren die Hersteller durch Nachlässe beim Kauf eines entsprechenden Autos.

Zondler zufolge sei eine Verlängerung der Förderung auch daher richtig, weil in den nächsten vier Jahren zirka 20 bis 25 Modelle auf den Markt kämen. „Bis auf wenige Ausnahmen gibt es derzeit keine adäquaten deutschen Modelle, die über eine hohe Funktionalität und eine ansprechende Optik verfügen. Das ändert sich nun. Daher sollten wir die Entwicklung in dem Zeitraum 2018 bis 2022 richtig forcieren und nicht auf die Bremse treten“, so Zondler.

Gut gemeint sei nicht immer gut gemacht, findet der CENTOMO-Chef. Die Politik habe in der Vergangenheit Fehler gemacht. Das Ziel, im Jahr 2020 in Deutschland eine Millionen Elektroautos auf den Straßen zu haben, sei unrealistisch gewesen. Und das jetzige Förderprogramm sei ein paar Jahre zu früh gekommen. „Die Automobilindustrie hat inzwischen ihre Hausaufgaben gemacht. Ich bin überzeugt, dass aufgrund der neuen, wesentlich attraktiveren Modelle deutlich mehr Prämien gezahlt werden könnten. Die Politik sollte sich nun mit der Automobilbrache auf eine Verlängerung der Prämie verständigen. Die Signale aus der Autoindustrie sind positiv. Und auch der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Cem Özdemir, kann sich eine Ausweitung der Förderfrist vorstellen. Der federführende Bundeswirtschaftsminister sollte nun entsprechend tätig werden“, fordert Zondler.

Zehn Prozent mehr Homeoffice würden den Verkehr messbar entlasten und das Klima schonen

Wenn nur zehn Prozent der täglichen Arbeit im Homeoffice erledigt würde, könnte das Stauproblem auf unseren Straßen messbar reduziert und ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, sagt CENTOMO-Geschäftsführer und Personalexperte Michael Zondler.

Auf unseren Straßen herrscht Dauerstress. Wie kann das Stauproblem gelöst werden? Der Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels plädiert für digitale Geschäftsmodelle. CENTOMO-Geschäftsführer Michael Zondler sagt, dass der Stau auf unseren Straßen vor allem damit zu tun hat, weil zu viele Unternehmen immer noch Wert darauf legen, dass ihre Mitarbeiter Nine-to-Five im Büro sitzen müssen.

Könnte der Markt das Stauproblem lösen?

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ plädiert Ockenfels für einen Verkehrsmarkt.[1] Der Autor beruft sich dabei auf den späteren Wirtschaftsnobelpreisträger William Vickrey. Aufgrund der Digitalisierung könne aus Vickreys sechzig Jahre alter Vision nun Wirklichkeit werden. Ockenfels spricht sich dafür aus, die Straßennutzung dynamisch zu bepreisen. Denn die entstehenden Kosten hingen nicht nur vom Fahrzeug, sondern auch von Ort und Zeit der Straßennutzung ab. „Erstmals könnte also Straßennutzung chirurgisch präzise und ökonomisch effizient bepreist werden. Tut man dies, werden Staus zu minimalen Kosten eliminiert“, so Ockenfels.[2]

Effiziente Preise führten dazu, „dass vielbefahrene Straßen von denen gemieden werden, die am leichtesten auf weniger befahrene Straßen, auf andere Zeiten oder auf alternative Verkehrsmittel ausweichen können. Oft reicht bereits eine kleine Reduktion der Anzahl der Fahrzeuge aus, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Die Straßeninfrastruktur könnte so effizienter genutzt werden, Staus und Luftverschmutzung würde Einhalt geboten.“

Abschied von der Nine-to-Five-Kultur wirksamer als Preise und Verbote

Michael Zondler begrüßt grundsätzlich digitale Geschäftsmodelle, setzt als Personalexperte aber einen anderen Akzent bei der Problemlösung. Dem Dauerstress auf den Autobahnen und dem drohenden Verkehrsinfarkt in den Städten könne nur dann wirksam begegnet werden, wenn die allgegenwärtige Präsenzkultur in unseren Unternehmen endlich ernsthaft überdacht werde.

„18,4 Mio. Deutsche pendeln täglich zur Arbeit und legen dabei im Schnitt 17 Kilometer bis zum Arbeitsplatz zurück. Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder Zug werden nur von rund 14 Prozent der Deutschen zum Pendeln genutzt. Bei durchschnittlich 200 Arbeitstagen pro Jahr sind das summa summarum 125 Mrd. Kilometer pro Jahr. Wenn wir es durch New-Work hinbekommen, zehn Prozent der Arbeit Remote oder im Homeoffice zu erledigen, schonen wir massiv das Klima und unsere Geldbeutel gleichermaßen. Wir könnten in diesem Fall 12,5 Mrd. Kilometer pro Jahr sparen und 1,6 Mio. Tonnen CO2. Mehr Homeoffice und weniger Anwesenheitszwang im Büro: Das ist der Schlüssel für unsere Stauprobleme und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so Zondler.

Natürlich sei bewusst, dass Berufe im Gesundheitswesen, Einzelhandel, Bau & Verkehr, Produktion usw. Anwesenheit erfordern. Es gäbe allerdings unzählige Administrations- und Bürotätigkeiten, welche nicht zwingend die Anwesenheit der Mitarbeiter erfordern, erläutert Zondler. Zehn Prozent mehr Homeoffice sei ein realistischer und kein wirklichkeitsfremder Ansatz.

[1] Axel Ockenfels, Verkehrssteuerung im 21. Jahrhundert, in: FAZ, 11.06.2018, Seite 16.

[2] https://www.xing.com/news/klartext/der-markt-kann-den-verkehr-regeln-wenn-wir-ihn-ermoglichen-2391.

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Automobilindustrie: IT-Spezialisten gefragter als Ingenieure

Gehen uns in der Arbeitswelt von morgen die Jobs aus? Einige Horrorszenarien, die von sogenannten „Experten“ entworfen werden, könnten darauf schließen lassen. Der Fernseh-Philosoph Richard David Precht sagt voraus, dass in der deutschen Automobil- und Zuliefererindustrie zwei Millionen Jobs aufgrund der Automatisierung verloren gehen werden http://automotive-technology.de/philosoph-precht-das-ende-der-deutschen-autoindustrie/.

„Ich halte nichts von solchen vermeintlich präzisen Vorhersagen und halte es eher mit dem Ökonomen Jeremy Rifkin. Dieser sagt, dass die Arbeitswelt von morgen anspruchsvoller werden wird. Die Jobs würden uns nicht ausgehen, aber lebenslanges Lernen und ständige Weiterbildung werden dabei immer wichtiger. Wer stagniert, könnte sozusagen auf der Strecke bleiben“, so der Stuttgarter Personalberater Michael Zondler (CENTOMO). Laut Rifkin werden Berufe, in denen Empathie, Kreativität und eine Zusammenarbeit über verschiedene Disziplinen hinweg unabdingbar sind, auf absehbare Zeit nicht von Robotern ersetzt werden können https://www.nzz.ch/wirtschaft/anspruchsvolle-neue-arbeitswelt-ld.1383395.

Zondler sagt, dass es in der Automobilbranche zurzeit einen eindeutigen Trend gibt. CENTOMO hat sich als Personalberatungsunternehmen auf die Mobilität der Zukunft spezialisiert. Im täglichen Beratungsgeschäft wird deutlich, dass in der Autoindustrie und der Zuliefererindustrie inzwischen mehr hochqualifizierte IT-Spezialisten als Ingenieure gesucht werden.

Eine aktuelle Studie belegt dies: Im ersten Quartal 2018 suchte die Branche rund 1.400 akademisch ausgebildete IT-Experten, aber „nur“ ca. 1.050 „klassische“ Ingenieure. „IT-Spezialisten überholen die Ingenieure“ lautete denn auch die Überschrift der Automobilwoche zu der Studie https://www.automobilwoche.de/article/20180509/NACHRICHTEN/180509898/fachkraefteindex-automobilindustrie-it-spezialisten-ueberholen-die-ingenieure.

Nach einer weiteren Studie könnten die deutschen Autohersteller in ihren F&E-Abteilungen bis zum Jahr 2020 Tausende zusätzliche Ingenieure einstellen. Der Bedarf an klassischen Technikern dürfte dabei aber stagnieren. Gefragt seien vor allem Softwareingenieure und sonstige IT-Spezialisten.

„Für IT-Talente sieht die aktuelle Arbeitswelt im Automobilbereich sehr gut aus“, resümiert Zondler. Dies dürfte sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern, denn die Digitalisierung nimmt in der Branche erst so richtig Fahrt auf.

Automobilindustrie: Deutschland muss wieder Innovationstreiber werden

Für den Chef der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, ist der Fall klar: Die EU-Klage wegen schmutziger Luft sei „eine Ohrfeige für die Diesel-Kanzlerin“. Die demonstrative Gelassenheit der Bundeskanzlerin, die offenkundig auch die Klage aus Brüssel aussitzen wolle, findet der Personalexperte Michael Zondler deplatziert: „Merkel sagt, Deutschland sei auf einem ‚sehr, sehr guten Weg‘. In ‚beispielloser Weise‘ seien Förderprogramme aufgelegt worden, um den Kommunen zu helfen, die Grenzwerte bei der Luftqualität einzuhalten. Das ist schlicht Realitätsverweigerung.

1. Innovationstreiber China sitzt Deutschland im Nacken

„Ein Klüngel aus Industrie und Politik schadet der Gesundheit, verlangsamt Innovationen, kostet am Ende viele Arbeitsplätze, verhindert den Wettbewerb und bestraft die Verbraucher“, sagt Zondler. Der Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO verweist auf eine aktuelle Studie des Centers of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. „Beim Thema Innovation spüren die deutschen Premiumhersteller inzwischen den heißen Atem chinesischer Autobauer im Nacken“, so Zondler. 2017 kamen 32 Prozent der maßgeblichen Einführungen von neuen Produkten oder Technologien in der globalen Automobilindustrie von Daimler, BMW oder VW. Bereits 18 Prozent (!) kamen aus China. 2005 lagen die Chinesen noch bei neun Prozent http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/bmw-daimler-audi-und-co-muessen-chinesische-autos-fuerchten-a-1208240.html. „Ein „Weiter so“ können sich Politik und Industrie in Deutschland nicht leisten“, meint der CENTOMO-Chef.

2. Die Technologie steht auch in Deutschland bereit

Der Diesel war zu lange der Fetisch der deutschen Automobilindustrie. „Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Selbst Rennsport und nachhaltige Mobilität sind keine Gegensätze. Wir unterstützen den Rennstall Four Motors http://www.fourmotors.com/. Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) zeigte sich jüngst beim 24-Stunden-Rennen begeistert vom Projekt Bioconcept-Car. Mit Biofaserleichtbauteilen und E20-Kraftstoff lassen sich Rennen gewinnen“, sagt Zondler. Deutschland agiere zu zögerlich. Die bestehende Technologie wird nicht genutzt, und auch beim Ausbau der E-Mobilität hinkt Deutschland China und Norwegen hinterher.

3. Trostpflaster schaden der Technologie-Nation Deutschland

„Mit Trostpflastern und Beruhigungspillen à la Merkel kriegen wir nicht die Kurve“, findet Zondler. Die Grenzwerte für Stickoxid werden hierzulande regelmäßig überschritten. „Das Auto wurde jahrzehntelang politisch stark gefördert, während andere Verkehrsmittel vernachlässigt wurden. So hat man das Straßen- und Autobahnnetz vervielfacht, während Tausende von Kilometern Bahnstrecke stillgelegt wurden. Fuß- und Fahrradverkehr wiederum wurden durch den Autoverkehr sehr unattraktiv gemacht“, sagt Bernhard Knierim, Autor des Buches „Ohne Auto leben“ http://www.spiegel.de/auto/aktuell/leben-ohne-pkw-interview-mit-dem-buchautoren-bernhard-knierim-a-1204912.html.

Zondler plädiert nicht für ein Leben ohne Auto: „Wir müssen aber weg kommen von der Fixierung auf Leistung und Größe unserer Autos und hin zu mehr nachhaltiger Mobilität, Komfort und Sicherheit. Nur so hat unsere Automobilindustrie eine gute Zukunft.“

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