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CENTOMO freut sich über German Brand Award 2017

Stuttgart / Berlin, 30.06.2017 – „Wir sind mega stolz, dass CENTOMO den German Brand Award 2017 in der Kategorie ‚Industry Excellence in Branding‘ im Bereich Corporate Services & IT gewonnen hat. Was zunächst vielleicht kompliziert klingen mag, bedeutet Folgendes: Wir haben gezeigt, dass selbst bei komplexen Technologien Emotionen möglich sind. Denn erfolgreich ist nur die Marke, die starke Gefühle weckt. Gerade die Automobilindustrie und ihre Zulieferer – also unser Kerngeschäft bei CENTOMO – stehen vor der Herausforderung, die Mobilität der Zukunft nicht nur mit der nötigen Rationalität, sondern auch der nötigen Emotionalität zu begleiten und zu gestalten. Dies gilt insbesondere für das autonome Fahren. Mit Vernunft allein kann aus der ‚Freude am Fahren‘ keine ‚Freude am Gefahrenwerden‘ erzeugt werden. Das geht nur über Emotionen“, sagt CENTOMO-Geschäftsführer Michael Zondler.

„Die Preisverleihung war eingebettet in einen sehr feierlichen und würdigen Rahmen im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Es war eine große Freude, unter den 500 geladenen hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien zu sein und sofort bei der ersten Nominierung auch als Sieger prämiert zu werden. Mein Dank gilt an ein tolles Team bei CENTOMO und unsere Partner: Unser Erfolg ist ganz gewiss vor allem auch Euer Erfolg“, freute sich Zondler nach der Gala in Berlin.

Mit dem German Brand Award zeichnen der Rat für Formgebung und das German Brand Institute erfolgreiche Marken, konsequente Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation aus.

„Die Jury hat zurecht hervorgehoben, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf Marken und Produkte enorm ist. Alle Wirtschaftszweige, aber vor allem die Automobilindustrie stehen hier vor immensen Herausforderungen. Wir bei CENTOMO betrachten diese Herausforderung als große Chance, denn dieser revolutionäre Wandel geht nur über das Personal, den Faktor Mensch. Und was gibt es Spannenderes, als gemeinsam mit den Top-Talenten aus aller Welt ein wenig am großen Rad der Mobilität von morgen zu drehen. Dieser Preis ist uns ein zusätzlicher Ansporn, in unserem Bereich weiterhin ordentlich Gas zu geben“, so Zondler.

 

CENTOMO ist aktuell der einzige Personaldienstleister in Deutschland mit dem klaren Fokus auf die Mobilität der Zukunft. Die Veränderung unserer Mobilität durch Technologie öffnet neue Geschäftsfelder und entwickelt bestehende weiter. Für den Nachwuchs und Profis entstehen dadurch bahnbrechende Optionen. Die Consultants von CENTOMO arbeiten bereits seit 2009 gemeinsam mit der Automobilindustrie am Fahrzeug der Zukunft und besetzen zukunftsweisende Positionen mit Top-Talenten aus aller Welt. So verschafft CENTOMO seinen Mandanten entscheidende Wettbewerbsvorteile.

 

 

Selbstfahrende Autos: Warum die Kanzlerin das autonome Fahren nicht zum Zwang erklären sollte

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist sonst eher für eine floskelhafte Sprache und nicht für klare Worte bekannt. Doch bei ihrem jüngsten Besuch in Argentinien legte sie sich fest. „Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen“, zitiert die Tageszeitung Die Welt die Kanzlerin. Und über Autofahrer sagte sie: „Wir sind das größte Risiko.“

„In Merkels eigener Sprache kann man diese Aussage nur als ‚wenig hilfreich‘ bezeichnen“, sagt der Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de, Michael Zondler. Der Personalberater, dessen Unternehmen eng mit der Automobilindustrie zusammenarbeitet, warnt vor Zwangs- oder Verbotsdebatten. „Bei vielen herrscht sowieso ein gehöriges Maß an Skepsis gegenüber dem autonomen Fahren. Es ist unseriös, ins Blaue hinein zu spekulieren und zu sagen, dass die Bürger im Jahr 2037 nicht mehr selbstständig Auto fahren dürfen. Eine solche Äußerung ist nicht nur fahrlässig und gefährdet die Akzeptanz einer wichtigen Zukunftstechnologie. Sie entbehrt zudem jeglicher Faktengrundlage. Die vermeintlich kühle Physikerin Merkel hat sich mit dieser Aussage ganz schön vergaloppiert.“

Der CENTOMO-Geschäftsführer weist darauf hin, dass das autonome Fahren in kleinen Schritten kommen werde. Wie das Handelsblatt schreibt, beurteilt auch die Deutsche Bank in einer aktuellen Studie die Marktchancen digitaler und selbstfahrender Autos trotz großen Potenzials zurzeit noch skeptisch. Die von Computern gesteuerten Wagen dürften den kontinuierlich wachsenden Markt nicht vor dem Jahr 2040 durchdrungen haben. Die Volkswirte der Deutschen Bank gehen davon aus, dass sich die Autohersteller im technologischen Wettlauf mit digitalen Dienstleistern wie Google oder Appel gut behaupten könnten. Auch die Chancen der Internet-Konzerne lägen im automobilen Datenmarkt, so das Handelsblatt: „Das eigene Auto bleibt zunächst der Normallfall.“

„Experten sind sich einig, dass es eine Übergangszeit von Jahrzehnten geben wird. Denn auch wenn viele technische Fragen gelöst wurden, müssen noch zahlreiche Sicherheitsaspekte, rechtliche und ethische Fragen geklärt werden. Die von Bundesverkehrsminister Dobrindt eingesetzte Ethikkommission hat ja jetzt das autonome Fahren grundsätzlich befürwortet. Wer nunt mit Worten wie Verbot, Zwang und Sondererlaubnis herumfuchtelt, erweist dem autonomen Fahren, das für Deutschlands wirtschaftliche und technologische Zukunft wichtig ist, einen Bärendienst“, sagt Zondler.

Mancher sorge sich ja jetzt schon um die Freude, ein Auto selbst zu steuern. „Dass das maschinengesteuerte Fahren aber zum Zwang werden könnte, dem Menschen nur mit Sondererlaubnis entgehen können, diese These ist so nur selten geäußert worden“, schreibt die FAZ über die unbedachten Worte der Bundeskanzlerin vor Studenten im Wissenschaftszentrum Polo Cientifico.

Autonomes Fahren und der Wettbewerb um die besten Köpfe

Das autonome Fahren wird nicht nur die Mobilität revolutionieren. Hierdurch wird auch ein neuer Wirtschaftssektor entstehen: „die sogenannte Passagier-Wirtschaft, die sämtliche Waren und Dienstleistungen im Fahrzeug umfasst“, so die Fachzeitschrift „Elektronikpraxis“ http://www.elektronikpraxis.vogel.de/automotive/articles/613979/. Eine Studie der Intel Corporation und Strategy Analytics zeige, dass sich die ökonomischen Chancen auf bis zu sieben Billionen US-Dollar im Jahr 2050 beziffern könnten. „Unternehmen sollten jetzt über ihre autonome Strategie nachdenken“, so Intel-Boss Brian Krzanich. Und Greg Lindsay von Strategy Analytics ergänzt: „Nicht anders als die Raumfahrt der 1960er Jahre, ist das autonome Fahren ein Ruf in die Welt, um die besten Köpfe für diese Herausforderung zu gewinnen.“

„Das ist eindeutig eine große Herausforderung an Fachkräfte aus verschiedenen Branchen, an der automobilen Zukunft mitzuarbeiten. Neben der Ingenieurseite gibt es einen hohen Bedarf an Experten aus dem Bereich der klassischen IT. Experten erkennen den größten Bedarf an Informatikern bei den Themen Vernetzung, Datenmanagement und künstliche Intelligenz. Hier sehe ich insbesondere gute Chancen für die deutschen Automobilzulieferer. Sie agieren als Innovationstreiber in ihrer Branche. Ihr Wertschöpfungsanteil am Automobil ist sehr hoch. Außerdem leisten sie einen nicht unbeträchtlichen Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben der hiesigen Automobilindustrie. In der Tat benötigen wir für das autonome Fahren und die damit verbundenen gigantischen Veränderungen auch in anderen Wirtschaftsbereichen die besten Talente, die wir in Deutschland und auf den internationalen Märkten finden können“, so der Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de, Michael Zondler.

Laut der Studie von Intel und Strategy Analytics werde das autonome Fahren speziell den Transportsektor revolutionieren. So würden künftig bisher existente Fahrerengpässe auf der ganzen Welt wegfallen. Die Experten erwarten, dass die autonome Fahrzeugtechnologie zwar bis 2040 ordentlich an Schubkraft gewinnen werde, der große Durchbruch aber erst bis 2050 erfolgt. Ab diesem Zeitpunkt würden sich dann bis zu sieben Billionen US-Dollar weltweit pro Jahr erwirtschaften lassen, wovon sich rund 43 Prozent durch das Geschäftsmodell Mobility as a Service (MaaS) generieren ließen.

Neben den rein wirtschaftlichen Auswirkungen sehen die Autoren der Studie auch andere positive Veränderungen. So könnten selbst bei einer konservativen Berechnung zwischen 2035 und 2045 bis zu 585.000 Menschenleben durch selbstfahrende Fahrzeuge gerettet werden. Durch das reduzierte Unfallaufkommen ließen sich auch die Kosten der öffentlichen Sicherheit erheblich reduzieren. Und nicht zuletzt die Pendler könnten von der Technologie des autonomen Fahrens profitieren. Laut der Studie könnten durch selbstfahrende Autos bis zu 250 Millionen Stunden pro Jahr an Fahrtzeit eingespart werden. Dies würde wiederum zu einer Reduzierung des Schadstoffausstoßes führen.

„Es gibt sehr viele Menschen, die noch immer eine größere Freude am Fahren als am Gefahrenwerden haben. Die aufgeführten positiven Auswirkungen sind jedoch ernstzunehmende Argumente für die Arbeit an dieser Zukunftstechnologie, die sich nicht so einfach vom Tisch wischen lassen“, meint Zondler.

Das Auto wird ein Fetisch bleiben – Ohne Emotionen kann die automobile Revolution nicht gelingen

Autos sind mehr als ein Fortbewegungsmittel von A nach B. Sie wecken Emotionen. Ja, sie haben sogar einen Fetisch-Charakter. In der früheren Bundeshauptstadt läuft derzeit eine große Auto-Ausstellung mit dem Titel „Beliebt. Gebraucht. Gehasst“. „So viele Emotionen waren selten in einer Ausstellung des Bonner Hauses“, schreibt der Bonner General-Anzeiger über die rund 800 ausgestellten Objekte.

Zurzeit beherrschen drei Megatrends die automobilen Fantasien: Carsharing, Elektrifizierung und autonomes Fahren. Interessanterweise, so der an der Universität Yale forschende Literaturwissenschaftler Marcel Schmid http://german.yale.edu/people/marcel-schmid in der NZZ, gingen alle Szenarien davon aus, dass das Auto der Zukunft ausschließlich ein Verkehrsmittel sein werde.

Leidenschaft hin oder her – Fakt ist, dass die Autoindustrie weltweit mit Hochdruck an dieser automobilen Revolution arbeitet, sagt der Stuttgarter Personalberater Michael Zondler, dessen Unternehmen CENTOMO https://www.centomo.de stark mit der Automobilindustrie zusammenarbeitet. „Aufgrund der automobilen Revolution besteht ein großer Bedarf an Spezialisten, vor allem aus dem IT-Bereich“, sagt Zondler. „. Auf Seiten der Wirtschaft werden neue Technologiezentren entstehen, die sich mit Fragen der IT-Sicherheit und Telekommunikation im Fahrzeug beschäftigen. Die Zusammenarbeit von Autofirmen und Universitäten dürfte noch enger werden. Und auch die Frage der geringeren Emissionen dürfte für die Flottenmanager der Konzerne nicht unerheblich sein, die auch auf das ‚grüne Gewissen‘ und umweltfreundliche Image ihre Unternehmens bedacht sind.”

Doch dies sei nicht genug, meint der CENTOMO-Geschäftsführer. „Früher gab es das große Narrativ vom ‚Benzin im Blut‘. Jeden Tag sehen wir auf unseren Straßen, in den Autohäusern und Tiefgaragen, dass immer noch sehr viele Autos unterwegs sind, die stärker das Gefühl als die Vernunft ansprechen. Für viele hat das Auto immer noch einen Fetisch-Charakter. Autofahren im Stau kann schnell zu einer lästigen Übung werden, aber ansonsten drücken sich bei den Auto-Messen die Besucher immer noch die Nasen platt beim Betrachten der heißesten Schlitten, nicht beim Studium der ökologisch und ökonomisch überzeugendsten Produkte. Die Automobilindustrie braucht nun eine neue große Erzählung, ein Narrativ, um zum Beispiel den Megatrend des autonomen Fahrens emotional aufzuladen.“

Das autonome Auto ist der wohl radikalste Eingriff in unser automobiles Dasein, schreibt der Literaturwissenschaftler Schmid: „Gerade da werden Akzeptanz und Erfolg des Konzepts entscheidend davon abhängig sein, ob die neue Form von Mobilität mit unseren Imaginationen von automobiler Fortbewegung zur Deckung gebracht werden kann oder nicht.“ Die Geschichte der Automobilität lehre, dass der Erfolg eines Autos nicht zuletzt davon abhänge, ob sein Nutzwert mit „unseren Wünschen und Phantasien von automobiler Freiheit und  Luxus übereinstimmt“.

Der Fetischcharakter der Ware werde nirgends so offen zelebriert wie beim Automobilismus. Rennautos und Sportwagen seien Technologieträger, aber zugleich Träger von Imaginationen. Wenn man sich anschaut, dass die Flotte von DriveNow (Joint Venture von BMW und Sixt) ausschließlich aus hochemotionalen Autos wie dem Mini und anderen Fahrzeugen von BMW besteht, dann scheint die Autoindustrie verstanden zu haben, dass es beim automobilen Wandel nicht ohne Leidenschaft und Gefühl abgeht.

Und auch CENTOMO unterstützt Projekte, die auf ungewöhnliche Art und Weise für nachhaltige Mobilität werben. „Wir sind auf das Team von Four Motors http://www.fourmotors.com gestoßen, hinter dem der frühere DTM-Fahrer Thomas von Löwis of Menar steckt. Hierbei handelt es sich um ein auf nachhaltige Mobilität spezialisiertes Motorsportprojekt. Alle Welt denkt doch beim Stichwort Rennsport erst einmal nicht an die Umwelt. Four Motors vereinen bei ihrem Projekt aber echten Rennspaß mit alternativen Werk- und Kraftstoffen. Wir sollten endlich aufhören, in eingefahrenen Gleisen zu denken. Die Autoindustrie in Deutschland hat eine große Zukunft – wenn sie sich wandelt und noch innovativer und umweltfreundlicher wird. Der Bioracer zeigt eindrucksvoll, dass dies die Freude am Fahren nicht einschränkt.“

Unsere Arbeitswelt wird sich radikal verändern

„Selbstfahrende Autos werden die deutsche Automobilindustrie nicht vernichten, sondern zu neuen Höchstleistungen antreiben.“ Mit diesen Worten widerspricht Michael Zondler, Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de, dem Philosophen und Publizisten Richard David Precht. Dieser hatte im Interview mit dem „Deutschlandfunk“ behauptet, die deutsche Automobilindustrie werde durch die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung vernichtet werden.

„Schon der amerikanische Schriftsteller Mark Twain wusste: ‚Voraussagen soll man unbedingt vermeiden, besonders solche über die Zukunft.‘ Daher bin ich sehr skeptisch, wenn Herr Precht präzise vorhersagt, dass ein Verlust von zwei Millionen Arbeitsplätzen einschließlich der Automobilzuliefererindustrie drohe. Dies hänge mit dem Ende des fetischisierten Individualverkehrs zusammen, wie Precht sich ausdrückt. Technischer Fortschritt bedeutet ja immer, dass bestimmte Arbeitsplätze wegfallen. Dafür entstehen an anderer Stelle neue. Insofern halte ich es für äußerst gewagt, solche konkreten Aussagen zur Zukunft der deutschen Automobilindustrie zu treffen“, sagt Zondler.

Digitalisierung wird zum Jobmotor der Automobilindustrie

Momentan mache CENTOMO, zu dessen Kunden viele Automobilzulieferer gehören, gegenteilige Erfahrungen als die von Precht geschilderten. „Zurzeit ist die Digitalisierung der Autoindustrie ein echter Jobmotor und kein Jobvernichter. Das können wir an den Zahlen in unserem Beratungsgeschäft präzise ablesen“, so der CENTOMO-Chef. Der Automobilexperte Helmut Becker sieht die Autoindustrie global sogar vor einem neuen Wachstumszyklus. Vollbeschäftigung über Jahrzehnte hinaus sei allein durch das Umstellen der Verbrennerflotten auf E-Antrieb garantiert. Und Märkte wie China, Indien, Russland oder Brasilien würden zusätzlich „ohnehin noch bedarfsbedingt weiterwachsen“, so der N-TV-Kolumnist.

„In einem Punkt hat Precht Recht: Unsere Arbeitswelt wird sich radikal ändern. Jedes zweite Mädchen, das heute geboren wird, hat gute Chancen, 100 Jahre alt zu werden. Da ist es logisch, dass diejenigen, die keine harte Knochenarbeit verrichten müssen, demnächst auch bis 70 oder 80 arbeiten werden. Und aufgrund der Digitalisierung werden einfache Tätigkeiten ganz wegfallen. Hier müssen wir uns überlegen, ob eine Art Grundeinkommen nicht besser und würdiger ist als der ganze Sozialapparat, den wir uns zurzeit noch leisten. Mit diesen Fragen müssen wir uns jetzt befassen. Allerdings widerspreche ich Precht, wenn er sagt, dass die Automatisierung zunächst vornehmlich negative Auswirkungen haben werde. Wir können den Wandel bewusst gestalten. Und wir sollten uns auch hin und wieder einmal klar machen, dass wir heute in unserem Land einen Wohlstand, eine prosperierende Wirtschaft und eine gesundheitliche Versorgung vorfinden, von der alle Generationen vor uns nur träumen konnten. Die Digitalisierung hat unser Leben unterm Strich besser und einfacher gemacht. Ich habe keine Zweifel, dass dies auch in Zukunft so sein wird, wenn wir die richtigen Rahmenbedingungen setzen“, so Zondler.

Nahles gegen Grundeinkommen

Ob die Politik derzeit die richtigen Rahmenbedingungen setzt, daran haben einige nach dem Auftritt von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin ihre Zweifel. Ein bedingungsloses Grundeinkommen lehnte sie unter anderem mit dem Argument ab, sie könne sich nicht vorstellen, von irgendjemand abhängig zu sein: nicht von ihrem Mann, ihren Eltern oder dem Staat. Stattdessen lancierte Nahles ihre Idee eines Startguthabens, welches Menschen nach dem 18. Lebensjahr nutzen könnten, um zu gründen, sich weiterzubilden oder ehrenamtlich zu engagieren.

„Ich weiß nicht, ob immer neue Förderprogramme mit Business-Plänen, Kontrolle und Bürokratie der richtige Weg sind. Ich finde die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens überzeugender“, so Zondler. Ähnlich sehen dies Tech-Größen wie Elon Musk oder der Y Combinator-Chef Sam Altman https://www.gruenderszene.de/allgemein/warum-die-arbeitsministerin-das-bedingungslose-grundeinkommen-ablehnt.

Die Wonnen des Gefahrenwerdens

Fast jeder Autohersteller will das autonome Auto bauen – doch nur jeder vierte Deutsche ist davon begeistert. Dies ist das Resultat einer aktuellen Umfrage der Bertelsmann-Studie. Zwei von drei Bundesbürgern misstrauen sogar selbstfahrenden Autos.

„Deutschland ist das Autoland par excellence. Doch wir sind auch eine Nation, die bei technischem Fortschritt erst einmal abwartend und skeptisch reagiert. Insofern überrascht mich das Ergebnis dieser Umfrage nicht im Geringsten. Zum einen kann ein Land, das vor 130 Jahren das Automobil erfunden hat, gar nicht aus dieser wichtigen Zukunftstechnologie aussteigen. Das wäre angesichts der großen Bedeutung der Autoindustrie für unsere Volkswirtschaft Selbstmord aus Angst vor dem Tode. Zum anderen sollte man sich die Studie sehr genau anschauen und differenzieren. Denn bei bestimmten Fahrsituationen erkennen die Deutschen durchaus die Vorteile des autonomen Fahrens. Die Industrie hat nun die Aufgabe, diese Vorteile noch besser zu erklären und die eigene Kommunikation darauf abzustellen. Und die Politik hat die Aufgabe, einen sicheren Rechtsrahmen für Fahrer wie Unternehmen zu liefern“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO https://www.centomo.de.

Die griffige Überschrift der Deutschen Welle (DW) „Lieber selbst fahren als selbstfahrend“ stimmt daher nur bedingt. Denn wie die DW unter Bezug auf die Bertelsmann-Ergebnisse schreibt, verbinden viele durchaus einen Zugewinn an Mobilität mit dem autonomen Fahren, so bei älteren Menschen (79 Prozent) oder Menschen mit Behinderungen (88 Prozent). „Ein Großteil der Deutschen lebt immer noch auf dem Land. Gerade hier werden ältere oder behinderte Menschen die Vorteile eines Selbstfahrers zu schätzen wissen. Autonome Autos machen Mobilität auch bis ins hohe Alter möglich“, kommentiert Zondler, dessen Personalberatungsunternehmen den klaren Fokus auf die Mobilität der Zukunft hat.

In bestimmten Situationen konnte sich mehr als die Hälfte der Befragten vorstellen, ein selbstfahrendes Auto zu nutzen – etwa bei längeren Autobahnfahrten (59 Prozent) oder bei Urlaubsfahrten durch die Nacht (51 Prozent). „Je stressiger die Situation, um von A nach B zu kommen, desto offener sind die Menschen für digitalen Fortschritt“, so Brigitte Mohn von der Bertelsmann-Stiftung.

Die deutschen Premiumhersteller wie Daimler drücken derweil weiter aufs Gas. Der Stuttgarter Autobauer will mit dem Zulieferer Bosch ein gemeinsames Entwicklungsprojekt selbstfahrende Autos schneller in Serie bringen als bisher geplant. Ziel sei es, vollkommen autonom fahrende Autos für den Stadtverkehr bis zum Beginn des kommenden Jahrzehnts auf den Markt zu bringen, so die DW.

„Eine solche Selbstfahrer-Allianz von Daimler und Bosch ist ein starkes Zeichen. Auch für uns als Personaldienstleister eröffnen sich so neue Geschäftsfelder, weil die Autobauer bei ihrem Wettrennen um die Pole Position beim autonomen Fahren Zugriff haben wollen auf Top-Talente aus aller Welt“, so Zondler. CENTOMO wurde auch 2017 zum wiederholten Mal vom Magazin „Focus“ zum Top-Personaldienstleister gekürt.

Der Wissenschaftsjournalist Fabian Schmidt ist sich denn auch sicher: Deutschland braucht mehr autonom fahrende Autos auf seinen Straßen. Bei aller Angst der Bürger vor Kontrollverlust: In den allermeisten Fällen verhalten sich computergestützte Autos viel rücksichtsvoller im Straßenverkehr als Menschen und verursachen kaum Unfälle. Denn der Löwenanteil der Unfälle gehe auf Rasen, Alkohol und Drogen, Telefonieren am Steuer und Übermüdung zurück. Und auch der Deutsche Bundestag beginnt endlich damit, den rechtlichen Rahmen abzustecken. Eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes wurde jüngst in erster Lesung im Hohen Haus diskutiert. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Deutschland auch weiterhin bei der Automobil-Innovation führend bleiben wird. Die Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge ist der Schlüssel dazu“, so Zondler.

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