In seinem neuen Buch warnt Stefan Springer vor den Tücken der Sehnsucht nach Beständigkeit. Was tun aber Unternehmen, wenn die Ideen ausgehen und die Konjunktur verrücktspielt?

Ein Innovation-Lab, ein paar Hubs, Design Thinking und Mindset Change – ganz wichtig: Immer alles agil, ohne Agilität funktioniert schließlich schon lange nichts mehr. Zweifelsfrei haben diese Ansätze einiges an- und umgestoßen. Langfristig gesehen, wird es laut Stefan Springer allerdings mit diesen Methoden nicht klappen, mit dem nächsten großen Ding.

Germany ist nicht das Silicon Valley. Struktur, wirtschaftliche und rechtliche Gegebenheiten und natürlich auch die Mentalität bremsen den nachhaltigen Effekt der oben genannten Methoden.
“Wir müssen die Prozesse und Methoden an den Umständen ausrichten und nicht umgekehrt.“, das ist es, was die von ihm entwickelte CAMI-Methode auszeichnet.

Das Besondere: Rückwärtige Betrachtungen, Analysen und Verbesserungen sind nicht Teil der CAMI-Methodik. Deshalb versteht sich Stefan als Unternehmensbeweger und nicht als Unternehmensberater.
Bewusst wird der Blick abgewendet von Effizienz, Perfektion und Optimierung. Denn diese Ziele greifen lediglich in die Methoden und Prozesse eines Unternehmens.

Stefans Anspruch der Transformation greift tiefer. Er greift in die DNA eines Systems.
Deswegen kann es auch mal ordentlich Wackeln. Schöpfung durch Disruption: Nur so können mit den bestehenden Fähigkeiten auch neue Gebiete entdeckt werden.

Die DNA-Stränge eines Unternehmens bestehen aus den Menschen, welche die Organisation bilden. Und nur deswegen kann Transformation in Unternehmen stattfinden: Weil es Menschen sind, die die Fähigkeit zu transformieren innehaben. Kein System, kein Prozess und somit auch kein Unternehmen kann transformiert werden, ohne dass Menschen beteiligt sind.

“Als Personalberatung mit klarem Fokus auf die Technologien der Zukunft setzten wir uns ebenfalls intensiv mit dem Thema Transformation auseinander und bauen unser Netzwerk an Machern, Experten und Pionieren stetig aus.“, so Michael Zondler, Geschäftsführer der Personalberatung Centomo.

Springer und Zondler wissen beide, wie man die richtigen Menschen aussucht. Menschenkenntnis und Psychologie schlagen dabei meistens den klassischen CV. Trotz alledem spielt bei der CAMI-Methode auch Fachlichkeit, Erfahrung und nachweisbare Erfolge ebenfalls eine wichtige Rolle.
Nicht im Sinne von Performance, viel mehr im Hinblick auf die Heterogenität der Zusammenstellung von Gruppen im Rahmen der CAMI-Methode.
Die Gruppenzusammenstellung ist wesentlicher Bestandteil des konkreten Vier-Stufen-Plans von CAMI. Denn CAMI bringt die Menschen zusammen, die diese Transformation entwickeln.

Dies macht jeden Einzelnen zum Teil der Bewegung. Alle Beteiligten werden zur Mitarbeit im Sinne ihrer Eigenverantwortung angeregt.
So heterogen wie möglich, so verrückt wie nötig. Viele halbgare, unsinnige und merkwürdige Gedanken sollen erschaffen werden, aus denen dann die Brauchbaren extrahiert werden.

“Outsider sind mittlerweile die erfolgreichsten Unternehmer, gerade weil sie Anpassung nicht leben oder vermutlich gar nicht zu Anpassung fähig sind. Unerfahrenheit schlägt dabei Erfahrung und Fachexpertise bei Innovationsprojekten.“, fasst Stefan den Prozess der Gruppenzusammenstellung zusammen.
Besonders wichtig bei der Zusammenstellung ist eine Frauenquote von mindestens 50 %.

Unternehmen dürfen sich bei CAMI in der Königsdisziplin üben: dem Loslassen. Denn wer sich zu viel kümmert, lässt auch verkümmern. Mitarbeiter in die Eigenverantwortung zu bringen ist eine Investition, die sich langfristig lohnt.

Kurzfristige Erfolge wirken sich zwar auf die Bilanz aus, führen ein Unternehmen aber nicht langfristig stabil durch Krisen.

Bewusst Situationen zu schaffen, die Kontrollverlust einfordern, erfordert Mut.