Chronische Erschöpfung als Resultat unserer „Yes we can“-Gesellschaft
Burnout ist zu einem Massenphänomen unserer Zeit geworden. Immer mehr Menschen scheinen an einem akuten Erschöpfungssyndrom zu leiden. Der ausgebrannte Fußballtrainer Ralf Rangnick hat zuletzt eine große mediale Welle in Bewegung gesetzt, als er sagte, dass er dem FC Schalke 04 nicht weiter in seiner bisherigen Funktion dienen könne. Wenn Prominente unter einem Burnout leiden oder sich in der Öffentlichkeit zu dieser Krankheit bekennen, stürzen sich sofort Zeitungen, Magazine und Fernsehsender auf das Thema. Doch spätestens zwei Wochen später wird wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Otto Normalverbraucher bleibt dann wieder mit seinem Problem allein, weil unsere Leistungsgesellschaft ständige Erreichbarkeit, Flexibilität und Anpassungsbereitschaft an ökonomische Zwänge erfordert. Der Bankangestellte, die Frau an der Supermarkttheke und der gestresste Lehrer sind eben nicht so prominent wie besagter Fußballehrer oder die Publizistin Miriam Meckel, die ihre Krankheit zugleich wieder verwertet hat, nämlich in dem Buch „Brief an mein Leben: Erfahrungen mit einem Burnout“. Lesen Sie weiter…







